Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
103
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Vierzehnter Brief. ivz

läßt. Hat der Mond sich nämlich ein wenigöstlich von der Sonne entfernt, daß er alsoeinige Zeit nach Sonnenuntergang noch amHimmel sichtbar bleibt, so sieht man ihn alseinen ganz schmalen Krcir-bvgen oder sichelför-mig; je weiter er sich von der Sonne entfernt,desto breiter wird die Sichel, und der Monderscheint als ein Heller Halbkreis, wenn er 90Grade von der Sonne absteht; dann sagtman, der Mond sei im ersten Viertel. Beob-achten Sie dann den Mond täglich, so sehenSie seine Breite immer mehr zunehmen, undendlich erscheint er im Vollmonde als ein ganzerleuchteter Kreis, wenn er der Sonne gradegegenüber steht, also bei Untergang der Sonneaufgcht. Nach dem Vollmonde nimmt er ebenso wieder ab, wie er vorhin zunahm; zeigt sichzur Zeit des letzten Viertels als ein Halbkreis,wenn er der Sonne bis auf 92 Grade nahe ge-kommen ist, und dann als eine immer schmalereSichel, je mehb er sich der Sonne nähert; endlichwird er unsichtbar, und wir haben dann , wenner einerlei Länge mit der Sonne hat, wiederNeumond.

Daß diese abwechselnden Erscheinungen des