XII
Einleitung.
Kreisbogen festzusetzen, die wir aber durchaus nicht'billi-gen können. Will man einmal von der Gradeintheilungder Alten abgehen, so mufs unsers Erachtens zur Verhü-tung aller Sprachverwirrung auch die bisherige Termino- ‘logie gänzlich abgeschafft werden. Sie kann es auch füg-lich, da die Wörter Zehntel, Hundertel, Tausendtel u.s.w.des Quadranten oder rechten Winkels leicht verständlichund um nichts unbequemer sind, als die bis jetzt üblichenBe^ienmmgen der Bogen oder W'inkeltheile. Eben so 'wenig können, wenn die Verwirrung nicht vollkommen .werden soll, die bey der Sexagesimaleintheilung üblichen -Zeichen beybehalten werden. Soll der Quadrant, alsdasMaafs des rechten Winkdls, nach dem Decimalsy-stem zerfällt, bey der Bestimmung aller übrigen Winkelals Einheit dienen, warum wollte man nicht alle Kreis-bogen und Winkel als Decimalbriiche des Quadrantenoder rechten Winkels bezeichnen und aussprechen? DerDeutlichkeit wegen kann man ein ^ (Quadrant) oder R ,in $er längst üblichen Bedeutung dieses Buchstabens, hin-ter den Decimalbruch schreiben, der den Bogen oderWinkel ausdrückt,, z. B. in folgenden Reductionssätzen:i° ~ o,iiim P ~ 0,111111 Ri ’ — o , oooi 85 Q — o, oooi 85 Ri" ~ o, 000005 Ö ~ o, 000005 RDagegen würde in dem für sich verständlichen Ausdruckesin o, 0025 ~ 0,0059270 ein oder R hinter dem Bruche0,0025 überflüssig seyn. Wir werden uns also der Be-nennungen neue Grade, Decimalgrade, Cente-simalgrade, Centesimalminuten, die wir vonfranzösischen Mathematikern gebraucht finden, so wieauch der Uebertragung der bisherigen Bezeichnungen aufdie neue Kreiseintbeilung, gänzlich enthalten.
Die von Schulze vorgeschlagene Methode zur Be-rechnung trigonometrischer Tafeln nach dem Decimalsy-stem ift nun folgende:
Die Formeln *)
Wir sehen uns genöthigt, in Ansehung der trigonometri-schen Formeln, die wir in Folgendem gebrauchen werden,diejenigen unserer Leser, die noch nicht;[gehörig in der