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Einleitung.
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I Briggs. Da dieser nehmlich blofs an die Stelle der Sexage-simaleintheilung des Grades die Decimaleintheilung ge-setzt, die uralte Nonagesimaleintheilung des Quadrantenhingegen beyhehalten hatte, so hat man vorgeschlagen,auch die Eintheilung des Kreises in Grade abzuschaffen,und statt derselben eine Decimaleintheilung des Quadran-ten einzuführen, so dals der rechte Winkel als Einheitangenommen wird, die spitzen Winkel folglich als ächte,die stumpfen als unächte Decimalbriiche erscheinen.
Bey der seit kurzem in Frankreich vorgenommenenMaafsreform und Einführung des Decimalsystems zur Ein-
I theilung aller Maal’se, Gewichte und Münzen, ist dennauch die gedachte Decimaleintheilung des Quadrantenbeliebt worden. Schon hat man dort angelangen, sieauf astronomischen Instrumenten anzubringen. So sindz. B. die ganzen Kreise, welche Mechain und Delam-b r e bey ihren trigonometrischen Messungen zur Bestim-mung des mittlern Erdgrades gebraucht haben, und dieastronomische Uhr, vermittelst deren die Pendellänge vonParis aufs Neue durch Bor da und Cassini untersuchtworden ist, dem Decimalsystem gemäfs eingetheilt. Auchbedienen sich bereits verschiedene französische Mathema-tiker dieses Systems in ihren Schriften, und es ist wahr-scheinlich, dals es einst nach Erscheinung der grofsenSammlung in diesem System berechneter trigonometri-scher, astronomischer und hydrographischer Tafeln, wel-che gegenwärtig auf Kosten der französischen Nation ge-druckt werden, allgemein in Frankreich angenommenwerden wird. Jeder nicht französische Mathematiker wirdalsdann genöthigt seyn, sich mit der neuen Kreiseinthei-lung vertraut zu machen, sey es auch nur, um die Resul-tate französischer Messungen und Rechnungen benutzenzu können.
Deutschen Mathematikern gebührt indessen derRuhm, zwar nicht, so viel uns wenigstens bekannt ist, dieDecimaleintheilung des Quadranten in Vorschlag gebracht,aber do.ch an die Berechnung neuer Tafeln, wodurchihr allein Eingang verschafft werden kann, Hand angelegtzu haben.