Lage der Reichspfalz Werla.
435
den von Burgdorf ertheilten Lehnbriese ansgezählt, als: VierzehnHufen Landes zu Werlde und das Kirchlehn, fünf Höfe zu Bnrgdorfund das Kirchlehn mit der Vogtci, dem Markte und dem Gerichte indem Dorfe und Wcichbildsrechte und der Holzgrafschaft und dem Grase,acht Hufen zu Lauen bei Burgdorf, sünfHuscn zu Gr, Dörnten, die zudem Dinghofe (später Reichshofe) gehören, zwei Hufen zu Klein-Dörnten,fünf Hufen zu Dorndehausen, neun Hufen zu Dornthen, neun Hufenzu Klein-Elvede und das Kirchlehn, siebenzehn Pfund Kaiserspfcnnigein der Bogtei zu Goslar und drei Häuser daselbst, vier Holzblckc' undanderthalb Husen bei Wöltingerode, die zu dem Aleidcsstein (Alder-stcin) gehören, zwei Höfe zu Neustadt unter Harzburg, ein Hof zuGroß-Wchre, drittehalb Hufen zu Kalbecht, acht Hufen zu Grona undsieben Hufen zu Bodenhausen (lärMe, ti-nckitt. Ooi-b. 048), — DieseReichslchne sind nach dem Abgänge des Burgdorfschen Geschlechteswiederum verliehen; doch wem zunächst, darüber ruhet ein Dunkel.Einmal machte der zur Johanniter-Commende Süpplingenburg gehörigePriorat-Hof zum heiligen Grabe bei oder zu Goslar Anspruch auf jeneLehne; sie finden sich im gräflich Schnlenburgschen Archive — Fritzvon der Schulenburg erwarb den Priorat-Hof im scchszehnten Jahr-hundert — als Zubehör des Hofes verzeichnet (Braunschw. Anz. von1748. Col. 987, Hannov. gel, Anz. von 1751. S. 310 und aus diesenLIuirr2l). Dagegen besagt ein Lehnbrief Maximilians II. vom 3. April1571 (Behrens, Stammb. der Herren von Steinbcrg, Aul. 6), daßMaximilian I. nach dem Absterben des Burgdorfschen Geschlechtesjene Lehne dem 'Ritter Hans von Steinberg geliehen habe, von demsie in Nfterlehn ausgethan und auf seinen Sohn Heinrich und seinenBruder Christoph gefallen seien. Nachdem dieser ohne Hintcrlasfnngmännlicher Lehnserben mit Tode abgegangen, und also die Lehnstückeund Güter eröffnet worden, leihet sie Maximilian II. dem Brannschwcig-schen Canzler Joachim Münsinger von Frondeck. Nach dessen oder seinerNachkommen Absterben erhielt Ernst von Steinbcrg Hoffnung, die Lehnezu erlangen (Hannov. gel, Anz, von 1751. S. 373); allein auf Empfeh-lung des Grafen von Tilly wurden sie im Jahre 1629 Hennie Cramervon Clausbrnch geliehen (Hannov. gel, Anz. a. a, O,), und dieseFamilie befindet sich noch im Besitze, wie namentlich der Lehnbrief vom6. April 1751 bezeugt (Löllingo, poinv. luo. körul. 467).
Jenes Burgdorfsche Geschlecht, welches so ansehnliche Reichslehnerings um die Kaiserburg besaß, verdient dann auch noch Beachtung,Im Jahre 1000 erscheint in diesem Theile des Lerigaues ein Graf
28*