XXXI. Otto l. 1260 — 1279.
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lebte seinen BinderZ nnd ließ die Grafschaft zn Peine bei dem Stiftebei unserer lieben Frauen. 2) So viel ist gewiß, sämtliche wählendenDomherren, achtundzwanzig an der Zahl, stimmten laut des unserhaltenen Wahl-Protokolles am 9. October 1260 dahin, sie wolltensich den zur Uebernahme der bischöflichen Würde noch unfähigen HerzogOtto von dem Pabste zum Bischöfe erbitten. Vier Jahre dauerte es,ehe der Pabst Urban IV. die Wahl bestätigte, 1264,3) und Otto ver-waltete als Snbdiacon das Bisthnm in geistlichen und weltlichenDingen. Zur Zeit des Conciles von Lyon (1274) wurde er zumDiakon und Presbyter geweihet, und als er auf dem Concile erschien,wurde er wegen seines hohen Standes von dem Pabste Gregor X.gütig ausgenommen und ans dessen Geheiß von dem Erzbischöfe vonMainz zum Bischöfe geweihet.
Seine neunzehnjährige Verwaltung war ungeachtet seiner Jugendund ungeachtet der Kriege, welche er mit seinem Bruder zn führenhatte, nicht ohne bedeutende Erfolge für das Stift. Bei den Erwer-bungen ist zn bemerken, daß diese jetzt nicht mehr so sehr auf Lände-reien, als auf Grafschaften und Vogteien gerichtet waren, ans denensich dann die Landeshoheit entwickelte. Otto kaufte zehn Hufen vorder Poppenbnrg für 150 Pfund, drei Theile der Vogtei zn Sarstedt,nnd zwar zwei für 80 Pfund, einen Grafschaftsbezirk bei Sarstedt für50 Pfund; die Vogtci in Clauen für 50 Pfund; die Vogtei in Burg-dorf nach der Haide für 40 Pfund; die Fischerei in der Leine beiRuthe für 14 Pfund; die Burg Hude mit fünf Hufen, Wiese, Mühleund zwei Fischereien für 200 Mark nnd erbancte sie fast vom Grundeans neu; die Grafschaft Nauen für 120 Mark; die Vogteien zu Rin-gclheim, Uppen, Söhlde, die Grafschaften im Salzgau am (Bereler)Ris, wie auch die Burg Werder, die Mühle, Fischerei und nenn Hufenvon dem Grasen Ludolf von Woldenberg für 450 Mark. Die Burg,als freieigenes Gut der Kirche, that er dem Grafen zu dem Rechtewieder ein, zu welchem die Grafen von Hallermnnd und Schladenund der Herr von Homburg ihre Burgen von der Kirche besaßen.Der Bischof lösete den Hof im Alten Dorfe vor Hildesheim für80 Pfund ein, und erwarb die Burg Woldenberg nur mit ihrem Hagenfür 1500 Mark (1275), nnd ummauerte sie an der Südseite mit
1) Dieses nimmt Botho mit Unrecht an.
2) Dsibn. III. 366.
3) Auf dem gut gearbeiteten Siegel, welches er als erwählter Bischof gebrauchte,erscheint er in sehr jugendlicher Gestalt und von hübschen Gesichtszügen.