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Geschichte der preußischen Monarchie : mit 5 genealog. Tab
Entstehung
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Geschichte der preußischen Monarchie.

Volkes bedingt. Allein beide verbunden fuhren zu großenErfolgen, und Preußens Thcilnahme an den Weltbegebcnhei-tcn der zwei letzten Jahrhunderte ist nur durch diese glücklicheVerbindung des Regenten und des Volkes zu begreifen. Des-halb stehen auch, wahrend dieser Zeit, nicht blos die Thatender Regenten, und nicht blos der lebenskräftige Geist ihresVolkes, sondern beide zugleich der Regent und das Volk iin Vordergründe der Begebenheiten des preußischenStaates. Wenige Monarchien sind, nach einer langen un-tergeordneten politischen Roste, so schnell am Umfange desGebiets, an innerer Kraft und an politischem Gewichte nachaußen gestiegen, als die preußische; denn wenn der großeChurfürst (i 688) seinem Nachfolger nur eine Bevölkerung vonungefähr 1,500,000 Einwohnern überließ; so war diese be-reits bei Friedrichs des zweiten Tode (1786) zu 5,800,000Menschen angewachsen, und umschließt gegenwärtig, nach denResultaten des Wiener Congresses, eine Mcnschcnzahl vonbeinahe n Millionen. War gleich Brandenburg bereitsunter Waldemar dem Askam'cr im Systeme Tcutschlandsein mächtiger Staat; so sank er doch bald nach dem Erlö-schen dieses Hauses, und erst mit dem wcstphälischcn Friedenbegann die große Entwickelung des brandenburgisch- preußi-schen Staatssystems; die Köm'gskrone Preußens war eineunmittelbare Folge derselben. Daß aber Brandenburg,nächst Oestreich, die zweite Macht in Tcutschland bildete;das ward erst im Hubcrtsburgcr Frieden, und in diesemFrieden zugleich das Uebergewicht Preußens im teutschen Nor-den entschieden, so wie es im europäischen Norde» schondurch den Nystadtcr Frieden an die Stelle Schwedens trat,dessen kurze politische Rolle mit Gustav Adolph begonnenhatte, und durch Karls 12 Tod begrenzt ward. Was seitdem Hubcrtsburgcr Frieden für Preußens politisches Gewichtgeschah, war zum Theile eine Folge der sechs und vierzigjäh-rigen Regierung des ausgezeichneten Königs, der eben so im In-nern sein Volk zu einer höhcrn geistigen Kraft weckte, wieer ans den Schlachtfeldern seinen Feinden mit Nachdruck ge-gen über stand, und durch seine umsichtsvolle Diplomatie an