Vorrede.
Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Preßblrrger undWiener, so wie im Tilsiter Frieden, obgleich mit große»Opfern, bewahrt hatten.
Doch wahrend ich den Gedanken festhielt, die Geschichteder preußischen Monarchie aus meinen vieljährigen Vorarbei-Len in einer besondcrn Schrift zu bearbeiten, begann derKampf im Jahre 1812. Die Schicksale der UniversitätWittenberg im Frühjahre iZiZ führten mich, mit dem groß,ten Theile meiner College», in die Prvvinzialstadt Schmiede,bcrg. Dorr bestand ich, als Folge vieljahriger literärischerNachtarbeiten, eine lebensgefährliche Krankheit, und, alsich von derselben nothdürftig hcrgestellt war, konnte ich inSchmiedcberg die Bearbeitung eines größern historischen Wer-kes nicht beginnen, weil ich aus Mangel am Raume, vonmeiner aus Wittenberg, noch vor dem Niedcrbrenncn meinerdortigen Wohnung, geretteten Bibliothek höchstens 2 —Zooo Bände ausgestellt hatte, wahrend, in Kisten ver-wahrt, der größere Theil derselben in gedielten Stallen stand,welchem am 8- October 18 iZ, nach der Eröffnung dieserBehältnisse von den Kosaken, das Schicksal drohte, in Bi«vouaofcucrn verbrannt zu werden. Nicht ohne Mühe gelangcs mir, an diesem Tage den einzige» Theil meines Eigenthums,auf welchen ich Werth legte, zu retten.
Co konnte ich erstmals ich auf hiesiger Universität inneue öffentliche Wirksamkeit getreten war und in wiedcrhergc.stellten! Besitze meiner Bibliothek mich befand, an die durchdie politischen Vorgänge nöthig gewordene Umbildung der be-reits im Jahre i8n erschienenen beiden Theile meiner Spc-cialgeschichte Teutschlands denken, mit welcher, nach derBegründung des teutschen Staatenbundes, die Ge-schichte des ösireichischen Kaiserstaates und der preußischen