zo4 n. Thl. Die Gesetze der Bewegung flüssiger Körper.
Höhe erreicht, die es der erlangten Geschwindigkeit ge-maß erreichen kann: so fängt eine rückgängige Bewegungan, die sich auch durch die Lettröhre fortpsianzk, unddie das Ventil bei k schließt. Da aber diese einmal er-langte rückgängige Bewegung nicht sogleich «ushört, sofallt das Wasser unter t' weg, es emstepk hier ein luft-leerer Raum, und theilö der äußere Luftdruck, theils dasGewicht des Sperrventils L drückt dieses herab, welchesdann die Folge hat, daß das nun sehr bald von 6 herwieder zusirömende Wasser abermals bei L auszufiießenanfangt, alsdann L schließet und k' öffnet, und so daSWaffer in der Steigrohre hinauf und aus der obern Oeff-nung hinaus treibt. So dauert dieses abwechselndeSchließen und Oeffnen der Ventile und folglich das Aus»fließen aus der Steigerühre unaufhörlich fort, wenn maunur durch hinreichenden Zufluß des Wassers den Wider-stand im weiten Gefäße unverändert erhält.
§. 50. Obgleich es hier unmöglich ist, weiter intheoretische Bestimmungen einzugehen, so erhellt dochaus dieser Darstellung wenigstens, welche Untersuchungenman ohngefthr zu diesem Zwecke anstellen müßte. Manmüßte vorzüglich aus der Geschwindigkeit des Wassers,mir welcher es aus dem Sperrventile ausfließt, und der-jenigen Geschwindigkeit, mit welcher das Wasser in derRöhre fvrtfiießt, die Kraft berechnen, mit welcher cs dasStergeventil öffnet, um in die Stejgeröhre einzutreten.Diese plötzlich wirkende Kraft ist so heftig, daß sie sogardie Maschine zersprengen kann, und diese Gewalt laßt sichwohl begreiflich finden, wenn man bedenkt, daß dieganze andringende Wassermasse plötzlich ihre Bewegungverlieren müßte, wenn nicht das aufgestoßene Ventil ihreinen Ausweg gestattete. Schon wegen dieser Heftigkeitder Wirkung scheint es nöthig, die Steigeröhre init einemWindkessel zu versehen, das ist, ein mit Luft gefülltesGefäß anzubrmgen, durch welches die Steigeröhre geht.Indem nämlich das mit Heftigkeit andringende Wasserdie Luft im Windkessel verdichtet, gewinnt es sogleich