ergiebt sich der Begriff selbst, der von dem Wesen der Wis-senschaft hierbey vorschwebte und wirklich ihrem wahrenZwecke allein angemessen ist, durch den sie aber aus derReihe der historischen Wissenschaften heraustritt, und unterder politisch-practischen Ansicht, sich zur Würde einer eige-nen Wissenschaft erhebt, welche sich auch durch die strengeBewahrung des öffentlichen Characters von der ihr ver-wandten Geographie auszeichnet, die wiederum der Rich-tung der Historie folget, und eben so schätzenswürdige Ei-genthümlichkeiten besitzt, indem sie, freylich weniger durchIdeen als durch's Anschauen des Lebens gebildet, doch zursicheren Wegweiserin von jener wird. Dieses Ineinander-greiffen beider Wissenschaften bewährte sich wohl besondersdeutlich in der nächsten Vergangenheit — denn hinsichtlichdes Werths, welchen die Statistik an extensiver und inten-siver Erweiterung in den letztem Zeiten gewann, haben diegleichzeitigen, ungemein wichtigen Fortschritte ihrer älterenSchwester, der Geographie, nicht den kleinsten AnHeil.Und diese wurde bis zum gegenwärtigen Augenblick immermehr durch Schätze bereichert, die ihr von allen Seiten zu-geführt wurden. Es ist nicht nur die physikalische und po-litische Kenntniß von Europa durch sie auf die höchste Stussegekommen, sondern auch die Kunde der übrigen Erdtheilehat seit einem Menschenalter Riesenschritte gemacht und zu-gleich der Statistik kostbare Vorzüge mitgetßeilt.
Druckschrift
Erste Einleitung zum Studium der Statistik als selbständige Wissenschaft ...
Seite
63
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten