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3 (1820)
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Neapel u. Sicilien.

striches. Nachdem aber die Franzosen Rom in eineRepublik verwandelt hatten, und von Nelson bei Abu-kir besiegt worden waren, drangen die Neapolitaner(23. Nov. 1798) für die Herstellung des Papstesin den Kirchenstaat ein. Sie wurden aber von demGenerale Championet besiegt, der sich darauf gegenNeapel wandte, und, nach der Abreise Ferdinands 4.nach Palermo, das Königreich Neapel (25. Jan. 1799)als parthenopeiscke Republik proclamirte, unddaselbst eine provisorische Regierung einsetzte. Alleindie Niederlagen der Franzosen in Oberitalien im Jahre1799 nöthigten sie, Neapel zu verlassen, wohin Fer-dinand 4. (Jul. 1799) durch Nelson zurückgcführtward. Er schloß (28. Marz 1801) zu Florenz einenFrieden mit Frankreich, in welchem er auf Piombinound den Stato degli Presidi verzichtete; auch Unter-zeichnete er, bei dem neuen Continentalkriege im Herbste1805, mit Napoleon einen Ncutralitätsvertrag für dieZeit dieses Krieges.

Kurz darauf erschien aber eine russisch-englischeFlotte mit Landungstruppen vor Neapel, welche demfranzösischen Heere in Oberitalien in den Rücken fallensollten. Dies erbitterte Napoleon, so daß er, nach demmit Oestreich zu Preßburg (26. Der. 1805) abgeschlos-senem Frieden, in einer Proclamation an sein Heer (27.Dec. 1805) erklärte: die Dynastie Bourbon habe auf-gehört, in Neapel zu regieren. Sein Bruder Jo-seph stand an der Spitze des Heeres, das in Neapeleinzog, und Napoleon ernannte Joseph (30. März1806) zum Könige beider Sicilien, ohne daßdoch Sicilien erobert ward. Wie aber Napoleon sei-nen Bruder Joseph (6. Jun. 1808) zum Königevon Spanien, und seinen Schwager, den bishcri-