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Polen.
Mein wie an der Seine im Jahre 1789, mit demZusammentreten der ersten französischen Nationalver-sammlung, die neue politische Form des ältesten christ-lichen Königreiches im jünger« Europa cingeleitct ward;da erwachte auch an der Weichsel, früher als inden übrigen europäischen Reichen, ein neuer politischerGeist. Die Kaiserin Katharina von Rußland war da-mals mit der Pforte und mit Schweden in Krieg ver-wickelt, und diesen Zeitpunkt fanden die Polen beson-dersgünstig, dem drückenden Einflüsse Rußlands sichzu entziehen, und durch ein Bündniß mit Preußen ihrekünftige politische Existenz zu sichern, weil Preußen injener Zeit die siegreichen Fortschritte Rußlands undOestrcichs gegen die Pforte nicht ohne Befürchtung fürseine eigene politische Sicherheit beobachtete, und des-halb der Pforte, in einem besonder« Vertrage, die In-tegrität ihrer Besitzungen garantiere.
Schon am 6. Oct. 1788 ward der polnischeReichstag eröffnet, auf welchem sogleich, im Sitzungs-saalc der Senatoren, nach geheimer Stimmeiisammlung,durch Mehrheit der Stimmen das bis dahin bestandenefreie Veto aufgehoben ward, welches alle frühereReichstage zerrissen und die beabsichtigten Verbesserun-gen im polnischen Reiche von dem Willen eines einzigenstimmenden Individuums abhängig gemacht hatte. Dievon Rußland vorgeschlagenc Allianz ward von demReichstage abgelehnt, theils weil Preußen dagegen pro-testirt hatte, theils weil Polen ohne eine gurorganisirteArmee und bei seinen zerrütteten Finanzen an dem Tür-kenkricge keinen Antheil nehmen konnte. Der Reichstagbeschloß am 21. Oct. die Ergänzung der bestehenden Ar-mee von 18,000 Mann bis auf 100,000 Mann, umdurch die Kraft und Haltung derselben dem polnischen
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