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Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
Entstehung
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XII. Gruppe.

Goethe und die rheinischen Tondichterund Dichter.

S erdinand Hillers Studie überGoethes musikalischesLeben, so sehr sie auch dem vielumstrittenen Themagerecht zu werden sucht, dürfte dennoch nicht völlig befriedigenund die Frage immer noch fortbestehen lassen: wie ist es zuerklären, dass Goethe der Sprachgewaltige, neben unserem,,durchaus musikalischen Lutherdas grösste schöpferische Sprach-genie der Deutschen, er, der eine vorher ungeahnteMusikder Sprache geschaffen, so wenig Zusammenhang mit unserenmusikalischen Klassikern suchte und fand, so wenig Wirkungs-kraft für die Entwicklung unserer Tonkunst als solcher gewann?

Aber, wie es thöricht, sinnlos wäre, mit Goethe darüberrechten zu wollen, dass er im Vorhofe des Christenthums stehenblieb, dieSchönheit und Klarheit in den Evangelien nurahndevoll preisend, nicht aber nach ihr verlangend und in Wortund Werk für sie zu wirken bereit so wäre es nicht minderthöricht, wenn der Tonmusiker sich richtend erheben wollteüber den Sprachmusiker.

Und siehe Beethoven, der Rheinlande grössester Sohnblickt in lauterster und dankbarster Verehrung zu Goethen aufund trägt, da er in wunderbarem hehren Zusammenklang mit

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