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Düsseldorf aber hat den Ruhm, Goethe eine so würdige-Todtenfeier bereitet zu haben, wie nur einer es vermochte:Immermann, der geniale Schöpfer unserer „Musterbühne.“
Und wieder war es Düsseldorf beschieden, sich als rheinischeKunstmetropole rühmlichst zu bewähren, als ganz Deutschlandden hundertsten Geburtstag seines Goethe begieng. Wie hättees anders sein können, da keine Geringeren, als der geistvolleFerdinand von Hiller und der liebenswürdige ur-rheinischeWolfgang Müller von Königswinter, damals ein Düsseldorfer,die Feier leiteten ?
Nahe lag es daher, die Zeugnisse jener denkwürdigen Trauer-und Jubeltage zu sammeln und ihnen zu anregenden Vergleichendie Erinnerungen an die Festveranstaltungen des heurigenSommers beizugesellen, welche schon der Geschichte angehören,,wenn dieser Katalog in verlangende Hände kommt.
Namen in Ruhmesglanz, wie die obengenannten, strahlenuns zwar aus der diessjährigen Feier noch nicht entgegen, weiles nicht an uns sein kann, hinsichtlich Mitlebender dem,hoffentlich späten Urtheil der Geschichte vorzugreifen, aberdass viel Liebe auch in unserer rheinischen Goethefeiersteckt, Liebe zu dem Grossen, bethätigt in Liebe zu seinenGeisteskindern — fruchtbringende Liebe, die da wirkt nach demFaust-Worte:
„Es reget sich die Menschenliebe,
Die Liebe Gottes regt sich nun“ —das möge diese, im Vergleich zu den meisten anderen aller-dings bescheiden unauffällige Gruppe verdeutlichen.
vL
Schimmelbusch-HochdcdiL