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XI. Gruppe.
Goethen zum Gedächtniss —1832, 49 und 99.
'lllP 61111 ei ' War unser<l — auch durch die Herzen derRheinländer zog mit diesem „stolzen Wort“ der tiefsteSchmerz, als Zeitungen und Briefe im langsamen Tempo jenerZeit die Nachricht verbreiteten: „Goethe todt!“
Unser Goethemaler Kolbe gehört zu denen, welche seitens derFamilie durch nachstehende Todesanzeige ausgezeichnet wurden:
„Gestern Vormittags halb Zwölf Uhr starb mein ge-liebter Schwiegervater, der Grossherzogi. Sächsische wirklicheGeheime-Rath und Staatsminister
JOHANN WOLFGANG VON GOETHE,nach kurzem Krankseyn, am Stickfluss in Folge eines nervösgewordenen Katharrhalfiebers.
Geisteskräftig und liebevoll bis zum letzten Hauche,schied er von uns im drei und achtzigsten Lebensjahre.
Weimar, 23. März
1832. Ottilie, von Goethe, geb. von Pogwisch,zugleich im Namen meiner drei Kinder,Walther, Wolf und Alma von Goethe.“
Von einem der Unseren, einem Schüler W. von Schadows,dem Maler Theobald von Oer, liegt unter Nr. 79 ein inhalt-reicher Brief auf, der das Begräbniss Goethes schildert und ineiner Dichtung: „Rückblick auf Weimar am Abend des 26. März1832“, des Begräbnisstages des Unsterblichen, zum Ausdruckbringt, was man auch bei uns zu Lande empfand.