187
A. Römisches Carneval und Maskenzüge.
1666 Goethe , Lithographie: Steend v. Houtman. Liegt dir
gestern etc. Utrecht bei C. v. d. Post, Jr. 1832 (Rolletp. 197, 11.) Sammlung Lempertz, Köln.
Vor allem des Spruches wegen, der ein „Gestern“ kenn-zeichnet, wie es auch für ein carnevalistisches „Heute“ conditiosine qua non est, hier aufgelegt.
1667 I)as Römische Carneval. Berlin, gedruckt bey Johann
Friedrich Ungar. Weimar und Gotha. In Commissionbey Karl Wilhelm Ettinger. 1789. — 69 S. gr. 4°,ein Blatt Errata, eine Titelvignette und 20 illuminierteKupfertafeln.
Die Beschreibung des röm. Carneval, zuerst für das Journaldes Luxus und der Moden bestimmt, erwies sich als zu umfang-reich für dieses, weshalb die Herausgeber, Rath G. M. Krausund F. J. Bertuch, besondere Ausgabe drucken liessen. Cf.Inteil. Bl. d. Allg. Lit.-Ztg. Nr. 15, 4. Febr. 1789.
Goethe an Jacobi d. d. Weimar, 2. Febr. 1789: „. . . Ichhabe diese Zeit hier nichts zu Stande gebracht als eine Be-schreibung des römischen Carnevals. Bertuch und Krause wollenes auf Ostern mit illuminirten Kupfern herausgeben. Ich em-pfehle dir diess Werkchen und schicke dir ihre Ankündigung.Es wird hoffe ich niemand gereuen einen Blick auf das moderneSaturnal zu thun. Empfiel es deinen Freunden. Ich habe beyder Entreprise keinen Vortheil, ich wünschte aber, dafs ihn dieUnternehmer hätten, weil ich ihnen Muth zu einem wichtigemund kostbareren Werke machen möchte.
Nächstens erhältst du einige illuminirte Blätter. Hier indessdas Titelkupfer zum achten Bande.
Lebe recht wohl.“ G.
Jacobi an Goethe d. d. Pempelfort 15. Febr. 1789: „. . . Aufdie Beschreibung des Carnevals habe ich schon drey Sub-scribenten, und ich bin der vierte. Ich hoffe noch mehr zubekommen . . . .“
1668 Deutsche Volksfeste im neunzehnten Jahrhundert.
Geschichte ihrer Entstehung und Beschreibung ihrerFeier. Herausgegeben von Fr. A. Reimann. Weimar,im Verlage des Landes-Industrie-Comptoirs, 1839. —XX, 480 S. kl. 8°.
Aufgeschlagen S. 85: „Der Carneval, Fasching oder Fastel-abend zu Cöln“ — mit Erwähnung des „Carnevals zu Rom, vonwelchem uns Goethe eine treffliche Beschreibung geliefert hat.“v Bücherei Schimmelbusch - Hochdahl.