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blieb das Verhältniss ein kühles. Es waren die Anschauungenzweier verschiedener Jahrhunderte, welche die zwei grossenMänner trennten, und doch hätte vielleicht eine persönlicheBekanntschaft das Eis gebrochen und beide, die so viel Ver-wandtes besassen, einander näher gebracht. Immerhin hatCornelius ein richtigeres Verständniss für Goethe gehabt, alses umgekehrt der Fall war.
Die grösste Ausdehnung gewann Goethes Verhältniss zudem Portraitmaler Kolbe, der nicht nur schon zu Anfang desJahrhunderts in ziemlich eingehenden, brieflichen Verkehrmit dem Dichter trat, sondern ihn auch in Folge von d’AltonsBefürwortung 1822 mehrmals nach der Natur malen durfte.Das zweite der grossen Kolbe’schen Goetheportraits — in derUniversitätsbibliothek zu Jena — gilt wohl nicht mit Unrechtals eins der besten, die gemalt worden sind.
Auch den Kölner Hoffmann hat Goethe zu fördern ge-sucht, nachdem er einige seiner Weimarer Concurrenzarbeitensehr freundlich beurtheilt hatte. Er vermittelte den Auftrag*an Hoffmann, für das Weimarer Schloss einige Deckenbilderzu malen. Nebenher liess er sich von ihm, wie ein bisherunbekannter Brief erweist, antike Vasen und andere Alter-t-hümer, wohl aus Kölner Ausgrabungen stammend, und sogardas berühmte Kölnische Wasser, damals auf den Etiketten„eau admirable“ genannt, besorgen.
Wie später rheinische Künstler in den Werken Goethesimmer wieder neue Anregungen fanden, beweist die grosseZahl der Maler, welche bis auf unsere Tage Goethe’scheGestalten und Scenen zu Motiven ihrer Werke nahmen.
F. Schaar Schmidt.