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Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
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Rheinländer, vorübergehend zu Goethein Beziehung getreten.

A. Im Rheinland Geborene.

Johann Jakob Günther, wurde 1771 in Neviges im Bergi-schen geboren, war anfangs Schullehrer in Solingen,studirte Cameralwissenschaften in Marburg, dann Theologiein Duisburg, wurde Vikar in Oberkassel und studirtespäter noch Medicin in Marburg, wo er 1801 doctorirte.Er liess sich als Arzt in Oberkassel bei Bonn niederund wurde später Physikus in Deutz. Er starb alsMedicinalrath in Köln, wo er noch lange Jahre gelebthatte, mit sich und der Welt zerfallen.

An Goethe hatte er einige seiner ästhetischen Arbeitengesendet. Bei seiner letzten Anwesenheit in Köln 1815fehlte Goethen die Zeit, ihn in Deutz zu besuchen, waser in einem Briefe an Günther vom 10. August ausWiesbaden bedauert. Da Frau Auguste Rolfs, welchedas Original dieses Goethebriefes besass, vor einigenJahren verstorben ist und keine Nachkommen mehr auf-zufinden waren, können wir den Brief selbst nicht auf-legen, sondern nur den Abdruck im Goethe-Jahrbuch.Von seinen sehr zahlreichen Schriften geben wir nur einekleine Auswahl der vor Goethes Tode erschienenen.

1495 Goethe-Jahr buch, I. Band.

Aufgeschlagen S. 251, der Brief Goethes an Günther, vom10. August 1815.

1496 Geschichte der Vaccine und ihrer Impfung,

als des sichersten Mittels die Kinderblattern wieder aus-zurotten, zur Belehrung der gebildeteren Stände, vonJohann Jakob Günther. . . . Nostros olim legisse nepotes,Et signa et faciern pestis novisse, juvabit. Köln, in Com-mission bei Haas und Sohn. 1802. VIII u. 272 S. 8°.

1497 Etwas über den Werth des Warmen Badens

nebst einigen Bemerkungen Über Das Luftbad vorzüglichin Hinsicht auf die physische Erziehung, von D. JohannJakob Günther. Verum tarnen, balneo et praecipueinunctioni, recte adhibitis, inesse sanitatis et prolongandaevitae, adnhniculum. Baco de Verulam. Frankfurt amMain, bei Friedrich Esslinger. 1804. IV u. 56 S. kl. 8°.