VIII. Gruppe.Vereinzelte Berührungen.
,it den beiden grossen rheinischen Freundeskreisen, demPempelforter und dem der Bonner Universitäts-lehrer ist die Fülle gelehrten und freundschaftlichen Verkehrs,den Goethe mit geborenen Rheinländern und vorübergehend oderlänger am Rhein Ansässigen pflegte, noch lange nicht erschöpft.
Unter einem Bild seines Hauses liest man von des DichtersHand die Worte:
„Warum stehen sie davor?
Ist nicht Thüre da und Thor?
Kämen sie getrost herein,
Würden wohl empfangen seyn.“
Und sie kamen von allen Enden, kamen auch von desRheines „gestreckten Hügeln“, wie von den „weingeschmücktenLandesweiten“ — der Eine, um nur einmal dem Olympier gegen-übergestanden zu haben, der Andere, um das Bild, das er sichlängst von dem Dichterfürsten gemacht, das er tief im Herzentrug, mit der äufseren Erscheinung zu vergleichen und zu ver-schmelzen. So wallfahrteten unser Heinrich Heine, der „un-gezogene Liebling der Musen“, so wieder Ferdinand Deycks,der gelehrte Forscher, und andere nach Weimar zu dem Hauseam Frauen plan.
Weniger Glückliche wagten dem Altmeister wenigstens brief-lich und mit der Widmung eines Werkes zu nahen. Die Goethe-