Druckschrift 
Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

134

hat ihn selbst noch am Rheine gesehen; Karl Simrock, der be-geisterte Sänger des Rheines, hatte die Freude, seine heute nochunübertroffene Uebersetzung des Nibelungenliedes dem deutschenVolke vom Altmeister in Weimar warm empfohlen zu sehen.

Von den Naturwissenschaftlern und Medicinern hat Windisch-mann ihm ein Werk überreichen dürfen, Nasse ihm einen Bandseiner Zeitschrift gewidmet, Noeggerath brieflich mit ihm directund durch Nees von Esenbeck verkehrt und. eigenhändig Ge-stein vom Drachenfels für ihn abgeschlagen; Weber und derGrössten einer vom Rhein, Johannes von Müller, haben ihmWerke übersendet, dAlton, der vielseitige Kunst- und Natur-kenner, ist auf Goethes vergleichend anatomischen Bahnen weiter-geschritten, hat viele Briefe mit ihm gewechselt und manchesBlatt in seinem Geiste und seinem Aufträge radirt; der be-rühmte Treviranus hat schon in Breslau an Goethe geschrieben.Die Juristenfakultät aber hatte eine Beziehung zu dem Dichter-fürsten, um welche sie von den anderen wohl beneidet werdenmochte: ihr gehörte der geistvolle, vielseitige Alfred Nicoloviusan, als Enkel Corneliens dergeliebte Grossneffe Goethes.

K. Sudhoff.