Charlotte Katharina Jacobi
lind
Susanna Helene Jacobi
sind die, von Goethe, jede in ihrer Art, hochgeschätztenHalbschwestern seines Fritz.
Ueber Charlotte, von Goethe bald Lotte oderLottehen, Lolo und, wegen ihrer dort zugebrachtenPensionszeit, die „hannoversche Lotte“ genannt,schreibt der Dichter in einem Briefe an Helene ElisabethJacobi — 1773, den letzten Tag im Jahre —:
„Wie schön ich Zeit her gezeichnet habe, magnicht sagen, weil ich noch in ansehnlichem Restestehe. Und dann ist der Schilderer der die han. Lottezeichnete einer der sich darauf versteht. Sie ists vonKopf zu Füsse, nur dass ichs nicht so im Detailhätte herbeten können, das macht ich war ins Ganzeso verliebt, und Gott hat gewollt, dass ein Liebhaberein schlechter Beobachter seye.“
Lene, die nach Bettys Tode hauptsächlich dieLasten des Pempelforter Haushalts trug, wird eben des-halb von Goethe und Fritz Heinrich als „Mama Lene“öfters erwähnt; in einem Briefe vom 24. December 1794scherzt der Dichter:
„Da sagt uns nun der böse Geist, in jenen Ge-genden gebe es ein Unmaass köstlichen geräuchertenRindfleisches, Rinds und Schweinezungen, geräucherteAale und andere wunderbare Fische, fremder Käseund ein solches Gedränge von Leckerbissen, dasswir darnach unglaublich lüstern.... Unsere Freundinn,die Kirchen- und Küchen-Mutter Lene wirdaus diesen Prämissen ersehen: dass es ihre Pflichtist, sobald als möglich, durch ihre dienstbaren Geisteruns ein Musterkästchen solcher soliden Reitze zuübersenden.“