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kecker Verhöhnung seines „Woldemar“, blieb persönlicher Grollihm fremd; eher, dass er abseits trat, wie Freiligrath es kenn-zeichnet: „Der And’re aber geht und weint“.
So — in Lauterkeit der Seele, in christlicher Milde und LiebeFrieden haltend mit Jedermann, so viel an ihm war — imReichthum seines Geistes, wie Herzens Jedem ein Freund, derseiner begehrte, bedurfte — in seiner innigen, durch’s ganzeLeben dauernden Freundschaft mit Deutschlands grösstem Genius,Goethe, für viele schon dieserhalb eine Anziehungskraft — dazuvermögend, so dass er in Gastfreundschaft und HilfsbereitschaftHaus und Hand, wie selten einer, offen hielt — mit Kindernund Kindeskindern reichlich gesegnet und mit zahlreicher Ver-wandtschaft stets in regem Verkehr — endlich auch viel aufReisen — so denn gestaltete er den „Pempelforter Kreis“ zueiner völlig singulären Erscheinung, die von unserer diessjährigenrheinischen Goethe-Ausstellung selbstverständlich nicht er-schöpfend vergegenwärtigt werden kann.
Aber selbst bei der Beschränkung, die Pempelforter Be-ziehungen nur soweit darzustellen, als Goethe mit einbezogenist, war Vollständigkeit unerreichbar, schon allein des Raumeswegen.
Daher bietet diese Gruppe mehr Andeutungen, als aus-geführte Bilder; denen, die sie ausgestalteten, wäre es Er-füllung eines tiefwurzelnden Wunsches, wenn über kurz oderlang in Düsseldorfs Mauern eine ähnlich geartete Ausstellungder heurigen, dem gefeiertsten Dichterfürsten huldigenden folgte,eine Ausstellung, nicht hervorgehend aus unbestrittener Dankes-pflicht gegen einen der „Grössten“, sondern aus tieferer undbesserer Einsicht treueifriger rheinischer Gelehrtenkreise, diegegen Verkennung und Vernachlässigung eines der „Edelsten“anzukämpfen allen Grund hätten.
Und dass diese Ausstellung, die den Namen zu führen hätte:„Der Pempelforter Familien- und Freundeskreis“, an Glanz undBedeutung einer Goethe-Ausstellung kaum nachstehen würde,das dürfte bereits bewiesen sein — — durch die letztere!
Schimmelbusch - Hochdahl.