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VI. Gruppe.
Der Pempelforter Familien- undFreundeskreis.
S er „deutsche Plato“ in seinem „Pempelforter Musenhain“war der Freund schier aller führenden Dichter und Denkerunserer Classicität. Wie verschieden auch die Geister sein mochten,welche zu Mittelpunkten grösserer und kleinerer Kreise wurden —alle waren dem ungemein feinsinnigen, geistreichen, gemüths-innigen, wahrhaften Manne zugethan. Seines Bruders „Iris“, beider er lebhaft betheiligt war, konnte ihm, trotzdem sie demälteren, zuvor mitunterstützten „Teutschen Merkur“ Concurrenzsein sollte, dessen Herausgeber Wieland nicht entfremden, undwenn er auch längst Goethes Herzensfreund geworden war, sostörte ihn das keineswegs in seinen andauernden Beziehungenzu Vater Gleim, mochte dieser sich auch tief geärgert mit der„Kraft und Schnelle des alten Peleus“ gegen die Xenien wenden.
Fritz Heinrich Jacobi — um nur noch einige wenige Bei-spiele anzuführen — wusste den „unfreien“ Stolberg zu verstehenund zu vertheidigen, ohne dessen schärfstem Bekämpfer J. H. Vossgram zu werden, und war der Fürstin Gallitzin, Mathias Claudiusund — — Goethe für selbstlose Mithilfe bei der Erziehungseiner Söhne gleicherweise verbunden; wo er in literarischerFehde stand, wie wider Moses Mendelssohn oder bei Goethes