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IV. Gruppe.
Fahrt ins Rheingau 1814;St. Rochusfest.
Zu des Blieins gestreckten Hügeln,Hocligesegneten Gebreiten,
Auen, die den Fluss bespiegeln,Weingesclimücliten Landesweiten,
Möget, mit Gedankenflügeln,
Ihr den treuen Freund begleiten.
Goethe.
S äst 22 Jahre waren vergangen, seit Goethe den Rhein nichtmehr gesehen. Schon lange sehnte er sich nach dem„lieben Rheinstrom“, aber die Kriegsjahre hielten ihn fern. Dawar nun endlich Friede geworden, und schon im Jahre 1814sehen wir Goethen seinen Weg nach Wiesbaden lenken, wohinder alte Freund Zelter ihn eingeladen, wo er ihm sorglichQuartier im Gasthof „Zum Adler“ und für später im „Bären“verschafft hatte. Der angenehme Aufenthalt in Wiesbaden wurdedurch mancherlei Touren in die .Nachbarschaft unterbrochen.Am 15. August fasste man den Plan, nach Rüdesheim zugehen. Nach Tisch fuhr unser Dichter mit Zelter und dem neu-gewonnenen Wiesbadener Freunde Oberbergrath Cramer zu Wagenab. Das Rheingau wurde in rascher Fahrt durchflogen; alle•Schönheiten der Landschaft wurden mit offenen Augen genossen.