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leicht verschleiert, entzückte den Dichter die Moselbrücke,unter deren Bogen her das liebe, einst von den La Bochesbewohnte Haus ihm grüssend entgegenschaute; über derBrücke lag dräuend der Ehrenbreitstein, rechts im Vorder-grund das imposante Stadtbild. Endlose Wagenzüge hemmtenauch hier den Verkehr und hielten den Dichter vom Besucheder altvertrauten Stätten an der rechten Bheinseite ab. Nurdie Stadt Coblenz wurde besucht, und auch hier litt es ihnnicht lange.
Mit drängender Sehnsucht zog es ihn rheinab ins trau-liche Heim des Freundes in Pempelfort, das er an einemdunkeln Novemberabend, nach allerhand Fährlichkeiten aufmorschem Kahne, endlich erreichte. Jubelnd wurde derDichter von seinem philosophischen Freunde und dessenSchwestern Lotte und Lene empfangen, die das, durch derunvergleichlichen Betty allzu frühes Dahinscheiden verwaisteHaus versahen. Es folgten Wochen der Erholung, munterenBeisammenseins am abendlichen Tische; nur von ferne drangder Kriegslärm gedämpft in die heimliche Klause. An Be-suchern aus der Stadt fehlte es nicht; auch in der Galleriewurde mancher Tag verbracht und Italiener und Niederländermit gleicher Freude genossen. Besonders gei’n und viel er-zählte Goethe von seiner italienischen Beise und fand allezeitaufmerksame Zuhörer. Durch ein kurzes, Bettruhe erheischen-des rheumatisches Kranksein wurde die Pempelforter Ei’lio-lungszeit unlieb unterbrochen. Der Hausarzt der FamilieJacobi, Hofrath Abel, der von manchem lustigen Abend herdem Dichter schon bekannt war, brachte schnelle Genesung.
Bei schlechtestem Beisewetter brach der Dichter endlichwieder auf und fuhr, in Jacobis Beisewagen gut geborgen,zunächst bis Duisburg, wo er den Professor der PhilosophieFriedrich Plessing besuchte, den er, durch den „AVerther“einst ihm zugefühi't, in der „Harzreise im Winter“ unsterblichgemacht hat. Auch den Professor Blasius Merrem hat Goethein Duisburg aufgesucht und mit ihm naturwissenschaftlicheGespräche geführt. Ahm Duisburg fuhr Goethe nach Münsterweiter, die Fürstin Gallitzin, die Freundin des JacobischenHauses, zu besuchen. K. Sudhoff.
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