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Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
Entstehung
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458 Johann Georg Jacobi (17401814), Oelgemälde. Nach

Familientradition von Tischbein gemalt.

Oberstl. Albano v. Jacobi, Flügeladjutant Sr. M. des Kaisers, Rom.

459 J. Gr. Jacobi, geboren zu Düsseldorf 1740. W. Breiten-

stein fecit 1800. Sammlung Lempertz, Köln.

460 Tagebuch Johann Georg Jacobis über sein Zusammen-

treffen mit Goethe 1774.Aus meinem Tagebuche: 1774.Sonnabend, 28. July, In Elberfeld . . . Lavater . . .eilte nach Düsseldorf, wo mein Bruder und Herr Goethemich erwarteten.

Herr Goethe hat mich in öffentlichen Blättern em-pfindlich beleidigt; aber auch hat er das Trauerspiel:Götz von Berlichingen geschrieben. Wir gaben uns dieHand. Ich sah einen der ausserordentlichsten Männer,voll hohen Genies, glühender Einbildungskraft, tieferEmpfindung, rascher Laune, dessen starker, dann undwann riesenmässiger Geist einen ganz eignen Gang nimmt.Seine Tafelreden hätte ich aufzuzeichnen gewünscht. . .

Ref. Fritz Jacobi, Aachen.

461 Wilhelm Heinse, Stahlstich: Bollinger sc. Zwickau bei

Gebr. Schumann. Sammlung Lempertz, Köln.

462 Wilh. Heinses sämmtliche Schriften. Herausgegeben von

Heinrich Laube. 7. Band, Leipzig 1838, 8°.

Aufgesclilagen ist S. 118 eine Briefstelle Heinses über denEindruck, den Goethe 1774 auf ihn machte.

Königl. Gymnasium, Düsseldorf.Wertlies geb. 1748, gest. 1817 am bekanntesten als Ver-fasser derHirtenlieder war bei Goethes Besuch eben-falls in Pempelfort; Goethe erwähnt seiner Briefe anJacobi den 28. Aug. 3774:. . . Werthes ist ein garguter Junge, und die Art wie er sich in die Chinoisesund Sofas schicken thut, ist so menschlich.

463 Friedrich August Clemens Werthes, Ueber den Atys

des Katull. Münster bey Philipp Heinrich Perrenon 1774, 8°.

Kgl. Univ.-Bibl., Bonn.

Fahrt nach Bensberg und Kölnlam 24. Juli 1774).

464 Fortsetzung des Tagebuchs Johann Georg Jacobis.

Sonntag. 24. Mein Bruder, Herr Rost (Heinse), Goetheund ich, setzten uns, Morgens um 5 Uhr, in den Wagen,um das Schloss Bensberg zu besehen . . .

Schildert den Aufenthalt in Bensberg, die Fahrt nach Köln,den Besuch der dortigen Sehenswürdigkeiten und den fröhlichenAbend am rauschenden, vom Monde versilberten Rhein.

Ref. Fritz Jacobi, Aachen.