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Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
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beste Frau, in der Laune in der ich bin.Wenn

ich mit Ihnen nicht von Herzen reden kann, lieberstille. Am 16. Nov. Vor zwey tagen ist Schl, und meineSchwester abgangen. So viel für diesmal. Ganz derIhrige. Goethe.

325 Brief Goethes an Betty Jacobi, Octavblatt: (Ohne

Datum, Dezember 1773.) Verzeihen Sie mir beste Fraumeine Wische. Ein Händedruck ist ja immer wertlierals ein lang Compliment. Adieu.

326 Octavblatt: Den letzten Tag im Jahr (1773). Um

um um! herum um um ists nun. Lassen Sie Sichs dasnächste auch wohl seyn, und rechnen Sie mich zu

Ihrer Welt, wie ich Sie zu meiner. Ach liebe

Frau seit drey viertel Jahren hab ich drey vier Paareverheurathet, und noch will mir niemand gute Hoffnungmelden. G. (Auf das letzte Blatt hat Frau Betty notirtbeantw.: den 11. Jan. 1774.)

327 Octavblatt: (Ohne Datumbeantwortet 8 ten Mertz

1774.) Mir ists recht wohl liebe Frau, und dank

Ihnen für Ihren doppelt und dreyfachen Brief.

Lotten und der Tante meinen Dank und meine Grüsse.

328 Octavblatt: (Ohne Datum.) Die Violin wird

ehstens ankommen, Mamachen, wie eine Comödiantinin der Probe, in flanellnem Wainrns, mit Bändern

bunt auf der Haube.Den Bogen hab ich vom

Violinchen gelassen er sperrt nur, und den kriegenSie überall.

Frau E. Jacobi-Hengstenberg, Gadderbaum bei Bielefeld.

329 Zwei Original-Federzeichnungen Goethes.Nr. 1.

Pempelfort,Nr. 2. Düsseldorf. Angeblich aus FritzHeinrich Jacobis Nachlass. Auctions-Katalog der Auto-graphen-Sammlung Wendelins v. Maltzahn u. a. Berlin,Albert Cohn 1890. Der Verbleib der Originale ist unsunbekannt. Da die Datirung dieser Zeichnungen un-sicher ist, sind sie in die Vorgruppe der 74er Reisegesetzt.

Die Deutung ist noch nicht sicher; offenbar kommt die inNr. 1 in Pempelfort durch den Rauchfang der Küche auf-schwebende weibliche Person in Nr. 2 durch den Kamin desStudierzimmers in Düsseldorf auf dem Besenstiel herunter zudem verzweifelt am Boden Knieenden, neben den ein (todtes?)Kind zu liegen scheint. Die zweite auf einem Steckenpferdreitende vorgebückte Person in Nr. 1 scheint eine alte Manns-person zu sein mit Zopf, im Schlafrock. Darf man an dieScherersche Veröffentlichung in der Deutschen Rundschaudenken? Albert Cohn, Berlin.