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Und in welchem Maasse ward dieser unserer, vor wenigWochen ausgesprochenen Bitte Folge gegeben! Wie bereitwillighat man uns allenthalben die durch viele Geschlechter treubewahrten Familienschätze zur Verfügung gestellt! Wie ergreifendkam in den hundert und aberhundert Anschreiben die als Familien-tradition bewahrte unerschöpfliche Liebe zu Deutschlandsgrösstem Dichter immer und immer wieder zum Ausdruck!So werthvoll, treu gehegt und unersetzlich auch die Familien-kleinodien waren — ein Nein wurde dennoch nicht ausge-sprochen oder es verstummte sofort, wenn wir auf die hehreBedeutung der geplanten Goethe-Ausstellung hin wiesen.
Allen voran bot uns die weitverzweigte Familie Jacobian Goethebriefen, an Familienportraits, an intimsten Erinnerungs-zeichen aus der Geisteswerkstatt des Pempelforter Philosophen,an Briefen, Tagebüchern, Stammbüchern u. s. w. aus demengeren und weiteren Pempelforter Kreise ganz unvergleichlicheSchätze dar.
Nicht minder werthvoll erschienen die Gaben der Nach-kommen aus der verwandten und befreundeten Familie F a h 1 m e r -Schlosser, aus der Familie Nicolovius, den directen Nach-kommen von Goethes Schwester Cornelie.
Ebenso erklärten sich viele andere rheinische Familien,deren Glieder früher mit Goethe in Beziehung standen, geneigt,ihre Mappen und Archive für uns zu öffnen.
So glaubten wir es denn wagen zu dürfen, Seine König-liche Hoheit den Prinzen Georg von Preussen, den in seinerGeburtsstadt Düsseldorf allverehrten Beschützer und Fördererjeder künstlerischen Bestrebung, ehrerbietigst und unterthänigstum Uebernahme des Protektorates über ein Unternehmen zubitten, dessen Gelingen nicht mehr zweifelhaft sein konnte.Trotz ernsten Krankseins hat der hohe Herr unserer Bittehuldvollst entsprochen und Höchstseine Antheilnahme fürunsere Goethefeier bekunden lassen. Sein hoher Name vorunserem Werke ist kein leerer Schein, zeugt nicht von eitlemHaschen nach Fürstengunst, sondern davon, dass der hohe Herrimmer wieder die Rheinlande zu Dank verpflichtet, dass seinName für uns Rheinländer eine einigende, zu idealem Thun