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2 (1817) Erläuterungen zur chemischen Messkunst
Entstehung
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Zunächft ift hier eine allgemeine Beziehung derDichtigkeiten und der Cohäfionzu dem ftöchiometri-fchen Werthe der Körper unverkennbar. Die Me-talle von mittlerer Gohäfion: Gold, Silber, Zinn,Wifsmuth, Bley, Antimon, Arfenik haben einenftöchiometrifchen Werth, deffen Zahl nahe gleichkommt ihren fpecififchen Gewichten (für jenen denSauerftoff, für diele das Waffer als Einheit gefetzt,)während die weichen und wenig zähen Körper:Queckfilber, Baryum, Jodin, Phosphor, Natroniumund Kalium an ftöchiometrifchem Werthe tief un-ter der Zahl ihrer fpecififchen Gewichte ftehen, unddie harten und zähen Körper: Kupfer, Wolfram,Platin eine weit gröfsere fpecififche Dichtigkeit, alschemifchen Werth befitzen. Die Dichtigkeit dercohärenteften Körper: Nickel, Eifen, Kobalt, Man-gari, Chrom beträgt mehr als das Doppelte ihreschemifchen Werthes. Diefer Zufammenhang zwhfchen den chemifchen Werthen und den Dichtigkei-ten und fpecififchen Gewichten der einfachen feftenKörper ift zu beftimmt und allgemein durchgreifend,als dafs hier ein Zufall vermuthet werden könnte.Es ift vielmehr als Gel'etz anzunehmen:

dafs die ftöchiometrifchen Werthe der Körper imgeraden Verhältniffe ftehen mit ihrer Dichtigkeitund im umgekehrten mit ihrer Gohäfion.

Wenn alfo die Cohäfion aufgehoben ift durchVerfetzung der Körper in einen Gas - oder Dunftzu-ftand, fo mufs der ftöchiometrifche Werth der Kör-per mit ihrer Dichtigkeit allein im geraden Verhält-niffe ftehen. Diefes Gefetz ift fchon vorhin als all-gemein gültig für die einfachen elaftifchen Flüffigkei-ten gefunden worden, wodurch der aufgeftellteSatzeine neue Beftätigung erhält.