Druckschrift 
2 (1817) Erläuterungen zur chemischen Messkunst
Entstehung
Seite
127
Einzelbild herunterladen
 

127

Dennoch aber wird, man bemerken, dafs imAllgemeinen die chemifche Anordnung dem natürli-chen Syfteme nicht widerfpricht. Um diefs zu er-reichen, ift hier kein Beftandtheil, auch wenn der-felbe lieh in verhältniismäfsig lehr geringer AI eng«vorfindet, überleben worden, foba-ld man denfelbenirgend nur für wefentlicli halten kann, während ge-ringe Mengen folcher Beftandtheile, deren Beyfeyn,vergleichenden Analyfen zu Folge, keinen Einßufs.äufsert, nicht in Rechnung gebracht worden find.Letzteres war vorzüglich häufig bev kleinen Gehal-ten von Eifen nöthig, welches fich faft in alle natür-lichen Körper einmilcbt, ohne oft mehr als eineleichte Farbenveränderung zu veranlaffen.

Hiebey darf nicht überfehen werden, dafs nichtdie Gewichtsmengen allein, fondern vielmehr dieverhältnifsmäfsigen Mengen der ftöchiometrifchenAntheile die wahre Gröfse eines Beftandtlieils iii ei-ner Verbindung angeben. Wenn z. B. der Almandinnach Klaproth aus 35,75 KiefeJ, 27,25 Thon und36 Eifenoxydul befteht .(der geringe Kalkgehalt ifthier unwefentlich), fo ift zwar an Gewicht die Men-ge des Eifens vorwaltend vor Thon und luefel;da aber ein Antheil Eifenoxydul ein relatives Ge-wicht von j,5 hat, während Kiefel und Thon; dieftöchiometrifchen Werthe von 2 und 2,125 haben,fo enthält diefes Foffil aufser 7 Antheilen Kiefel nur3 Anth. Eifenoxydul gegen 5 Anth. Thon, und ge-hört daher nach ftöchiometrifchen Grundfätzen nichtzu den Eifenfoffilien, fondern zu den eifenhaltig'enKiefelthonartpn,

andern forgfältig die Lagerftätten des Chryf°p ra fes, "nd fandfleh durch die dadurch erhaltene Belehrung über die Bildungeiner wichtigen Keihe von Kiefelkürpern belohnt. S Ueberden Ohryfopras und die denfelben begleitenden Fofiiliqn yunJ. L. Cj. Mein ecke. Erlangen l8o5.f '