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2 (1817) Erläuterungen zur chemischen Messkunst
Entstehung
Seite
16
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Audi unter ficli werden fie wieder durch ihre Stel-lung entweder brennbar oder zündend, fo wie auchdie Metalle unter einander, gegen welche fie fämmt-lich die Function des zündenden Prinzips ausüben*].

Alfo könnten die einfachen Stoffe auch einge-theilt werden ,

j. in Wafferftoff,

2. in zündende Stoffe.

Wir folgen jedoch der von B e r z elius **) an-gegebenen Eintheilung um fo lieber, da der Abftandzwilchen Sauerftoff und den brennbaren Körpernweit gröfser ift, als der zwifchen Wafferftoff und j-den relativ zündenden Stoffen- tiefer liegenderGründe nicht zu erwähnen.

Da nun als Grundmaafs chemifcher Verbindun-gen obnftreilig kein zufammengefetzter, fondern nurein einfacher Stoff genommen werden darf, und die |einfachen Stoffe, aufser dem Sauerftoff und Waffer- 'ftoff, eine unfichere Stellung zeigen, fo mufs, wenn ldas Maäfs zugleich eine beltimmte naturgemäfse Be-deutung haben foll, entweder der Sauerftoff oderder Wafferftoff gewählt werden.

Der Sauerftoff beherrfcht alle übrigen Stoffe: !

keiner entzieht ficli demfelben. Er belebt die rae-tallifchen Maffen und führt fie in die mannigfaltigftenVerbindungen ein, während der Wafferftoff nur mitwenigen Stoffen ficli verbindet: der Sauerftoff fcheintalfo ein von der Natur felbft fcbon angelegtes Maafsfür chemifche Verhältniffe zu leyn.

Der Sauerftoff ift zugleich ein bequemes Maafs:feine Zahl ift, die des Wafferftoffs und Ivohlenltoffs

*) Büchner über Syftem und Kunftfprache der Chemie inSchweiggera Journal XIII. f.

**) Schweiggers Journal SV. 420.