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[1] (1815)
Entstehung
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So wie es Cryftallifationen ganz ohne Waffer'giebt, fo ift auch das Waffer der Hydrate oft fchon.Zur Cryftallifation oxydirter Körper hinreichend: indiefem Falle ift das Cryftallwaffer mit dem Hydrat-Waffer identifch; wenn aber die Körper zur Cryftal-li'fatioü eine 1 gröfsere Menge'Waffer erfordern, fomufs der Waffergehalt auf zwiefache Weife berech-net werden, indem Ein Antheil dem cryftallifirtenKörper fchon als einem Hydrate angehört,- und derzweyte Antheil Waffer das eigentliche Cryftallifa-tionswaffer giebt. Diefer doppelten Berechnung desWaffers ift es zuzufchreiben, dal's die Waffermengeeines cryftallifirte'n Körpers zum' Sauerftoffgehaltedeffelben oft in einem wenig einfachen Verhältniffefteht und nicht feiten ein Vielfaches mit den Zahlen3, 55 1> 9 > ii darftellt, welches bey andern Ver-bindungen nicht leicht gefunden wird. Diefs zu er-läutern*,. dienen folgende Beyfpiele..

Die Cryftalle'des Kalis 1 und des Natrums verlie-ren' bey dem Glühen eine Menge Waffer, welchenach der Berechnung den Sauerftoffgehalt derfelbenum das Fünffache an Volumen übertrifft- da aberdiefe gegliiheten Kalien noch Hydrate find, welche1 Maafs Waffer gegen 1 M. Sauerftoff enthalten, fobeträgt der fämmtliche Waffergehalt der cryftallifir-ten Kalien das Sechsfache des Sauerftoffs (dem Volu-men nach), wie nachftehende Berechnung zeigt:

( /"Kalinm 1 M, 4 , 89 V

Cryftalli/irtes J Kalihydrat«/ Oxygen* I M. - 7 1,00 /" 7,02 ,G.

Kali j l Walter 1 M. zzz 1,13!

Icryfcallwaffer . . j M. . . ~ y,66 G.

12,68 Gew.

In Procenten: 55,4 Kalihydrat und 44,6 Cry-ftallwaffer. Nach Nicholfon vei'liert das octae-dril'ch cryftallifirte Kali durch Glühen 0,44 Waller.