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drey Mal fo viel Oxygen als das Kali befitzt. Wennhier die Thonerde als Säure gegen das Kali gedachtwird, fo läfst fich erklären, warum diefes Salz,ohngeachtet es ein neutrales ift, dennoch als ein fau-xes reagirt. Denn indem die Thonerde das Kalibindet, io wird nicht allein einTheil der Säure, wel-che der Berechnung nach an das Kali gebunden er-fcheint, frey, fondern es mufs auch die Stärke derVerbindung zwifchen der Sclnvefelläure und derThonerde, welche hier zwifchen dem bafifchen undfauren Charakter fcliwankt, gemindert werden.
Auf ähnliche Weife conftruirt, erhalten meh-rere Foffilien mehr Klarheit in chemifcher Hinficht.
Der Fehlfpath, welcher oben als ein faures Dop-pelfalz aus Kiefelthon und Kiefelkali beftehend, auf-geführt worden, enthält in der Kiefelerde drey Malmehr Sauerltoff, als die Thonerde und in diefer wie-der drey Mal mehr Oxygen als in dem Kali; hierfcheint die Thonerde gegen den Kiefel als Balis undgegen das Kali als Säure aufzutreten.
Der Kreuzftein von Andreasberg enthält in derKiefelerde 3 Mal mehr Sauerftoff, als die ßaryterdebefitzt. Auch hiev läl'st fich eine Kette denken, wor-in der Thon als Mittelglied gegen den Kiefel als Bafeund gegen den Baryt als Säure wirkt.
Der Mehlzeolith enthält in der Kiefelerde dreyMal fo viel Sauerftoff, als beyde Bafen Thon - undKalkerde befitzen, und in der Thonerde drey Malfo viel, als fich in der Kalkerde befindet.
Der Scapolith enthält in der Kiefelfäure und inden beyden Bafen gleich viel Sauerftoff, und in derThonerde drey Mal mehr, als in der Kaikerde fichvorfindet.