Druckschrift 
[1] (1815)
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen
 

58

Von den Lcgirungen.

Oie Einficlit in die verwickelten Gefetze der zahl-lofen Metallverbindungen wird fehr erleichtert,wenn man den Grad der Verfchiedenheit (an Coliä-renz, Dichtigkeit, Feuerbeflänrligkeit u. f. w.) derleairten Metalle beachtet. Je differenter die Metallefind, defto ausgezeichneter und beftimmter ift derenVerbinhung. Die wichtigften Legirungen entftehen,wenn fich Metalle von entgegengefetzter Art ver-einigen.

Es theilen fich nämlich die Metalle ganz einfachin zwei durchaus verfchiedene Reihen: in flüchtigeund feuerbeftändige. Die flüchtigen Metalle fchlie-fsen fich an Schwefel und Phosphor an, die feuerbe-ftändieen tragen in ihren äufserften Gliedern denCharacter der Kohle an fich. Beyde Reihen begeg-nen fich wieder in den edlen Metallen. Die End-glieder heyder Reihen find fäurebildend.

Die flüchtigen Metalle, welche Säure bilden,find Arfenilc, Tellur und Antimon. An diefe rei-hen fich die leicht oxydablen Metalle Zink, Zinn,Wifsmuth , Blev. In den edlen Metallen Queckfil-ber, Gobi und Silber verfebwindet das Eigenthüm-liche diefer Metallreihe immer mehr.

Unter den feuerbeftändigen Metallen treten dasMolybdän, das Scheel, Chrom und Tantal alsfäurebildend auf; das Cerium, Junonium, Osmium,Mangan und Titan oxydiren fich fo leicht, dai's fie