ZI Geschlecht. Mießmuschel. ZZI
pnd Länge, und werden einen Finger dicke. Man 8.spaltet und schneidet sie, und gebraucht das Perlen« Platte,mutter, wie bekannt, zu Dosenblättern, Clavieren,und eingelegter Arbeit, wo cs, mit Schildkrot oderEbenholz versetzt , sich sehr schön heraus nimmt.
Man trist diese Art sowohl in westisidien als inOstindien an , und besonders find in letzterer Ge,gend die Perlcnfischereyen berühmt.
Es werden aber die Perlcnfischereyen an denSeegestaden, die stille und sehr salzig sind, von denIndianern durch dazu abgerichtete Taucher getrie-Heu, die sich entweder vom Strande aus, oder aufder Höhe aus einem Boot an einem Stricke, oftzur Tiefe von fünfzig Klaftern hinunter lassen, nach-dem sie vorhero Ohren lind Nasenlöcher mit Baum-wolle verstopft, und einen in Ohl getränkten Schwammins Maul gesteckt haben. Also lesen sie in eineuKorb oder Sack die gefundenen Perlenmuscheln zusam-men, lasstu sich wieder Heraufziehen, und vergrabendie Muicheln im Sande am Strande, bis daß siesterben und verfaulen, alsdann bricht man die Per-len heraus, die oft so groß wie Nüsse, Tauben-und Hühnereyer, in solcher beträchtlichen Grösse aberselten schön rund, rein, mehrentheils aber hohl, bucke»sich, oder angcftessen sind, Die grossen und reinenPerlen werden theuer bezahlt, doch bey weitemnicht so hoch, als vormals, dq man für eineSchnur der größten Perlen fünf und zwanzig tau-send, funfzigtausend, hunderttausend, ja zweymashunderttausend Aeichöthaler Ducaken zahlete:davon an verschiedenen Höfen Beyspiele find,
Dieser Verfall des Werths ist durch die falschen Per-len, die entweder aus Perlenmutter gedrechselt,oder von mit Glgß überzogenem Wachs gemacht wer-den, entstanden. Was die Entstehungsart depPerlen betrift, so lese man die von unS puF, rr>,und -rr, geäusserteu Gedanken, und vergleiche da«