ZO2. Geschlecht. Pholaden. 2li
Schlosses ist zurück gebogen, und fitzt vermittelsteiner knorpeligen Senne fest.
Die Eigenschaft dieser Muschel, ist durch kalch«artige Ufersteine, oder Coralicn, ja sogar durchFelsen durchzubohren. Es geschiehst dieses, wennfie nicht größer als ein Senfkorn ist, vcrmuthlichdurch ihre eigene ätzende und stcinbrechende Feuchtig-keit; indem sich der Srein durch selbige zu einen, Mehlund Pulver auflöset, welches vielleicht mit der Stein«feuchtigkeit zugleich ihnen zur Nahrung gereicht, we«nigstcns bohren sic sich ganz rief in die Felsen hinein,und wenn sie ihr schickliches Lager gefunden haben,so werden sie groß, und bleiben immer in ihrem Ge«fängniß stecken, ja vermannigfaltigen sich so darinne,daß man oft in zerschlagenen Felsen viele tausendgroße, fingerlange und daumenödtcke Pholadenbeysammen stecken findet, ohne daß man äufferlichan den Felsen eine Spur gewahr wird, ausser daßsich hin und wieder kleine Löcher, wie ein Stecknadel«knöpf, zeigen, und auch diese sind oft nicht einmalzu sehe». Das einge sperrte Thier also löset um sichherum den Saft des Steines auf, je nachdem esmit der Schaale größer wird. und die Feuchtigkeitdesselben, ist wie ein wahrer Phosphorus beschaffen,gestalt das Thier im Finstern leuchtet, so daß, wannman dasFleiich Im Finstern kauet, man einem Feuer«frcsscr ähnlich siehst, indem von der Feuchtigkeit auchsogar glüende Tropfen am Barte herunter auf dieKleider triefen.
So wunderbar einem nun auch die Eigenschaft,im Stein zu bohren Vorkommen möchte, so hat mandoch mehrere Muschelarten unter den Zweyschaatigen,welche sich gleichfalls ganz und gar in die Klippenhineinbohren. Wenigstens fand Herr Bohadfthalte Seulen eines Tempels, die in ko22uc>1i beyNeapel mit unsäglichen Kosten aus der Erde her«O r vor»