Druckschrift 
Sechster Theil : Erster Band (1775) Von den Würmern : nebst neunzehn Kupfertafeln
Entstehung
Seite
204
Einzelbild herunterladen
 

LS.

Meer-

tulpe.

I'intin-

nabu-

!um.

I'sb X.

ß§.4-

204 Sechste Cl. IlI.Ordri. Conchylien.

wafnct sind. Das Maul führet zwey Zähnche«,die mit einer Lippe bedeckt sind. Wenn nun von die»ser Scepocke behauptet wird, daß sie glatt s.y, somuß man doch die Fugen absondcrn, womit die vcr»schiedenen Schaalen aneinander geheftet sind. DichFugen sind lederartig, und dienen nur dazu, daß sichdas Thier dehnen kann, um größer zu wei den DerKörper des Thicres füllet die Schaale nicht aus, esist aber der Ueberrcst mit Eycrn angefüllcr.

Sie werden in der LTlordsee an den Klippengefunden, und wie Lmneus will, in der Hoheohnqefchr, wo sich die niedrigste Ebbe zeiget, zu wcl-chcr Zeit sie klaffen, hingegen wenn die Fluch kommt,sich wieder schließen sollen. Inzwischen haben mirAuster- Mießmuschel- Schnecken- und Schiefer«schaalen, wo sie in größter Menge aufsitzen, welcheKörper doch vcrmuchlich aus den Tiefen des Meeresaufgezogen sind. Das aber ist uns merkwürdig vor-gckommen, daß auf einer nämlichen Oberfläche, diesedichte aneinander schließende Seepocken sich von derGröße eines Hirfensaamenö an, bis zur Größe einerder größten Erbse zeigen, zum Beweiß, daß sichihre Eyer im Umfange zerstreuen, und affo die Bruchvermehren. Es müssen aber wohl Zwitterthicrcheuscyn, weil sie nicht zusammen kommen können, sich zubegatten.

sird

h>

V->

h»

j!<§

Ä>

i»

I

I

12. Die Meertulpe. I.cp 38 rinrinnLbulum.

I!

S

Die Benennung Meerrulpe, oder Glockelein ist am geschicktesten, die Gestalt der Schaaleauszudrucken, denn sie erreicht die Größe einer Tul-pe , ist auch auf die Art vielblatterig, oben offenund abgestutzt, und auswendig runzcl'ch. Sie wer-den auch Holländisch Teetulpen genennet, auchda sie viel größer als die vorigen Arten sind, durchden Bcynamen §roote Teepolc, o5 TeeMel

unter-

t!

I

s°l