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i6v Sechste Cl. Ill.Ord. Conchylien.
Einlei- Es kamen die Zeiten, daß die Schiffart sich j„
rung. Me Weltrheile wagte, und das Mitbringen neuerVerschiedenheiten machte die Naturforscher noch auf«merksamer. Der Glanz des ckinesischen und japa-nischen Porzellans bezauberte die Augen der Eurospäer. Sie sicnqen an, für ein unsägliches GeldPrachtkabinette dieses Geschirrs anzulcaen, und hin,und wieder schlichen sich glänzende und bunte Schne,ckengehause (die dem Porzellan ähnlich sahen, j-ihm nichts nachgaben) zur Ausfüllung mit in diePutzschränke ein. Das Frauenzimmer, das ihr äussserstes Vergnügen an jenen chinesischen und japa«Nischen Götzen hatte, steckte ihre Männer mit ahn«licher Sammlungssucht an, und diese räumten denzierlichen Schnecken gar gerne einen Platz unter demkostbaren Thee» und Caffeegeschirte ein.
Der allgemeine Geschmack der Zeiten verursach«ke endlich, daß man dem Frauenzimmer die Porzel,lansucht allein überließ, und damit die Männer nichtleer ausgehen möchten, so suchten sie die Conchylienheraus, und machten sich eigene Sammlungen.Nun hatten auch diese ihre geputzten Glaßschränke,die sich aber gar bald durch die Verschiedenheit undMannigfaltigkeit der Gehäuse, die aus den Indiengebracht wurden, in Schubladen verwandelten.Bald wurde es Mode andern diese Kostbarkeiten zuzeigen, und in dem Eifer, recht viele Schubladenherauszuziehen, trachtete jeder,' es dem andern zu-vor zu thun. Dazumal aber dieneten diese Körperzu nichts anders, als zur Augenweide, und dieserwurde aller Vorschub durch die bunten Reihen unddie schönen Herz« Rosen« und Blumenfiguren gelei-stet, in welchen sie diese Geschöpfe auf ein sanftesBette von gefärbter Baumwolle, Atlaß oder Sam«met legten.
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