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Sechster Theil : Zweyter Band (1775) Von den Corallen : mit achtzehn Kupfertafeln
Entstehung
Seite
811
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vnien an dem gemeinen Seetang oder Mccrlmde L.sitzend vorgcstcllct wird, denn das ubngc, was öwey'dieses Gewächse als Fäden besetzt, ist eine Coral-linc Eine vergrößerte Figur aber, die den Vaudeutlicher darstellct, ist bcym Ellis zu -sehen.

ElllS Eorall. ad. XXXI. a. 1^.

Jedoch wir müssen auch erwähnen, was manan diesem Gewächse inAbsicht auf die clnwohnendenThicrchcn oder Polypen entdeckt hat: Vorerst sagtHerr Pallas, daß der Polype aus jeder Zelle, alsaus einer Scheide oder Vorhaut hervor krieche,und zwanzig Arme auöstrcckc, welche zusammendie Gestalt einer Glocke annehmcn, die so lang alsder ganze Körper des Thiercs ist. Der Herr Löf-lina hingegen hat seine Entdeckungen viel weitergetrieben, und die Fortpflanzung der Polypen wahr»genommen, indem die äusscrn Seitenzcllcn neueSprößlinge bekamen, die wieder vollkommene Zel-len werden müßten, in welchen ein Polype wäre.Zuweilen kamen zwcy junge Zellen aus einer Zelle,aber nicht zwcy Polypen zugleich, und auf solcheArt fand er, daß sich die Reihen der Zellen ver-doppelten, und das Gewächse breiter machten.Da er nun in den mittelsten Zellen gar keine Poly-pen fand, so glaubte er, daß sie nur ein gewissesAlter erreichten, und dann abstürbcn. Er bemerk-te auch, daß wenn man einen Polypen anrührte,die andern kein Gefühl davon hätten, und wennsic cinmahl alle durch einen verursachten Schreckenzurücke gewichen wären, so wären sie hernach dochnicht alle zum Vorschein gekommen, bey dem Her-vorkricchcn aber erst ihre Scheide, und sodannnach und nach ihre Arme ausstreckten, und damitbeständig schleuderten.

L. See-