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Sechster Theil : Zweyter Band (1775) Von den Corallen : mit achtzehn Kupfertafeln
Entstehung
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746
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746 Sechste Ct. V.Ordn. Thierpflanzen.

gesetzct. Man bedienet sich dazu theils der Netze,theils gewisser mit Werg und Lumpen umwickel-ter Crcutze, die man auf gerathcwohl sinken las-set , und fortschlept. Wann nun diese Werkzeugedas Glück haben auf eine Corallengrotte zu stoßen,so gicbt cs zuweilen eine reiche Beute; da aber dermehreste Theil abgerissen wird, so sind auch mehrTrümmer, als ganze Aeste dabey.

Wenn nun diese Coralle aus dem Wasser indie Höhe kommen, so ist ihr äusserliches Ansehenganz anders, als wie man "sie durchgängig in denCabinetten erblickt, denn da sind sie schon aus derHand der Polierer gekommen.

Sie haben nämlich in ihrem natürlichen Zu-stande eine weisse mehlige Rinde, auf einer unglei-chen und etwas höckerigen Oberfläche. Diese Rin-de bestehet aus einem netzartigen Gewebe von Ge-saßchen, welche mit einer milchigen Feuchtigkeitangefüllet sind, und worüber sich noch eine mennig-rothe Umkleidung von einem faserigen Wesen zei-get, welches voller rothen Körperchen steckt,die nach dem Donari ihren Ursprung von den Po-lypen haben, und zur Anlegung der steinigen Massedienen sollen. In dieser Umkleidung ziehen sichder Länge nach gewisse gleichwertige cylindrischeKöcher, die zur Seiten noch kleinere Gefäße ab-geben, und wiederum mit besagtem faserigen Ge-webe in Gemeinschaft stehen. Die Oberfläche derinneren steinigen und kalchartigen rothen Corallen-masse ist der Länge nach schwach gestreift, welchesam deutlichsten an dem untern Theile des Stam-mes zu sehen ist, und das höckerige Wesen ist nichts,als eine Menge runder Buckeln, die oben eine ge-stirnte Mündung haben, welche mit der inner»Höhlung der Buckel in Gemeinschaft stehet. Folg-lich sinh diese sehr kleinen Erhöhungen nichts als

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