lozrFünfteCl. VII. Ord. Ungeflügelte.
Kampfer, Birkenrindenöhl, und dergleichen, wirdzur Beförderung dieses Ausschlages gebraucht.
Es ist bekannt, daß es schon Aerzte gegebenhabe, die alle Krankheiten» besonders den Ausschlag,als Masern, Blattern, Venuskrankhcit, Petechienund dergleichen, bloß den Thierchen aus dem Milben-geschlecht zugeschrieben haben, allein der Ritter selbstist der Meinung, daß man hier zu weit gehen könne,und wir pflichten ihm bey. Allein das glauben wir,daß eine unsägliche Menge unausgewickclter Bestand-theilchen oder Eyerchen auch mit zur Masse unsererNatur durch Nahrungstheilchen angewcndet werden,die sich vielleicht bey uns nicmalen entwickeln, son-dern von der Vorsehung zu einer andern Gelegenheit(die sich etwa über tausend Jahr einmal zutraqenkann,) bewahret werden und unentwickelt bleiben;vielleicht aber auch bey einer Krankheit, oder dien,lichen Veränderung unserer Säfte ausbrüthen undzum Vorschein kommen, da sich denn allerdings le-bendige Thierchen von allerhand Art bey gewissenKrankheiten zeigen können. Ja wir halten die Faul-niß todter Körper, und die Entstehung der Würmer-arten in selbigen, in mancherley Rücksicht vor nichtsanders, als für eine Auflösung und Ausbcüthnngsolcher Eyerchen, die wir vielleicht in unserm ganzenLeben, als Theile die zu unserm Körper gehören,herumgetragcn haben. Denn, kann unser Körpernach dem biblischen Ursprung Erde seyn, warumkönnte er denn nicht auch eine gebildete Erde, oderSaamen zu unsäglichen Pflänzchen und Thierchen,(die doch wiederum nichts anders als Erde sind,) ent-halten, um zu seiner Zeit zur Entwickelung zu ge-langen. Gebraucht doch der Schöpfer eine und dienämliche Masse zu tausend Absichten und hundert-tausend Gestalten! Und wie weit sind wir hier nochmit unserer Erkenntnis zurücke?
19. Der