Druckschrift 
Fünfter Theil : Zweyter Band (1775) Von den Insecten : nebst vierzehn Kupfertafeln
Entstehung
Seite
1046
Einzelbild herunterladen
 

Nald.

Milbe.

6 .

Blut-

sauger.

8^n§ui-

1ÜLUS.

1046 Fünfte Cl. VII. Ord. Ungeflügelte.

5. Die Waldmilbe, ^carus ameriLsnus.

Diese Art kommt in iTkordamerica in denWäldern vor, und gereicht den Reisenden zur großenPlage. Man nennet sie daslst 8ko§8 ch.u8, dieEnnellander geben ihnen den Namen 1'ii(8, oder8ee6-1'iir8, und bey den Holländern Hessin siel'eirken, oder ch!out1ui8, wie auch >Vouci1w8,dafür wir waldinilbe gebrauchen. Sie ist in dieQuere oval, röthlich, mit einem meisten Schildlcinund meisten Knien. Einige sind klein, daß man siekaum sichet, gewöhnlich aber ist ihre Größe ein Zwölf,telszoll, und wann sie sich voll Blut gesaugct haben,dehnen sie sich gewaltig aus. Die Farbe ist glänzenddunkelroth. Der Kopf ist klein, und hat fadcnför.mige Fühlhörner. Man nimmt kein Bruststückwahr. Sie halten sich in den pensylvanischenWäldern und Wildnissen von Lanade auf, kom.men gleich im Frühjahr unter dem Schnee hervor,und bleiben bis tief im Sommer. Wenn sie dieReisenden ankallen, spühret man sie nicht eher, bis siesich schon eingcbohret haben, und will man sie her«unterrcifsen, so bleibt der Kopf mit der Schnautzein der Haut stecken. Die Maryländer haben zuAnfang dieses Jahrhunderts diese Plage durch ihreViehheerden nach pensylvanien gebracht, aber dieMadenfresser (siehe II. Theil p. i6z.) reiben sieziemlich auf.

6. Der Blutsauger, ^csrug lanZuilußus.

Er ist der Brasilianer ^keducu. Der Hin.terkärpcr ist gekerbet, das Schildlein oval und etwaspomeranzcnfärblg, der Schwanz dreyspitzig. Er sau.get den Fußgängern das Blut aus, und dringet tiefin die Haut ein.

7. Die