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3 (1783)
Seite
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Sys Hohes Lieh.'

neuen Werken zur Zeit der Regierung des Ar-taxcrxes Longimanus zu finden war?

Denn es ist keine Spur vorhanden, daß 'das hohe Lied in der hebräischen Nationalbiblio,thek, die unter Artaxerxes angelegt scyn soll,jemals gefehlt habe. Zwar gedenkt Philo des-selben nicht (§. Z2); und das Neue Testamentinacht auch nie Gebrauch von seinem Inhalt(§. Z?)> Aber mußte iener dieser Lieder inseinen Werken gedenken, und konnte das N.T. ohne Mystik von seinem Inhalt Gebrauchmachen? Und wie weit reicht die Kraft einesBeweises, der blos vom Stillschweigen herge-nommcn ist?

Iosephus rechnet sie gewiß zu seinen heiligenNationalschriften, wenn er ihrer gleich nichtnamentlich erwähnt (H. 48); Melito nennt siehinter dem Predigers, zi), so wieOrigenes(§. z z), Hieronymus (§. 55) und der Talmud(§. zb).

Den Plaß, welchen das hohe Lied bei derSammlung der Schriften des A. T. erhaltenhat, weiß man nicht mehr gewiß zu bestimmen.Melito, OrigeneS und der Talmud stellen e 6hinter den Prediger; in den Handschriften derganzen Bibel steht es meistentheils hinter demHiob; und wenn es den Büchern Mosis mitden übrigen vier Megilloth oder Fesibüchernbeigefügt ist, so finden sich auch da Verschie-denheiten in der Stellung. Einige Handschrift

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