stehen im ganzen Buch durch und durch inSprache, Bildern, Vorstellungen und Dich,tungen einander zur Seite; nach dem Prologsind Hiobs Söhne vom strengen Nomadenlebendadurch abgewichen, daß sie Wein trinken, undWeinstok und Weinbau kehrt auch im Gedichtüberall zurük. Endlich ohne den Prolog wür-de das Ganze ohne Anfang und Ende, ohneZwek, Vollendung und Rundung seyn. Umins Licht zu sehen, wie weit die Menschen vomrechten Ziele sich verirren, wenn sie über dieUrsachen der Schiksale einzelner Menschen Ur-theile wagen wollen, mußte neben die Vermu-thungen der Freunde und Gegner Hiobs auchdie wahre Ursache seiner Unfälle hingestellt wer.den, um den Contrast recht auffallend, ein-dringend und belehrend zu machen: folglich ge-hört er zum Ganzen und zur Dichtung selbst.
Von dem Dichter rührt auch der Epilogher. Er ist mit dem Prolog in einerlei Spra-che geschrieben; wie dieser so braucht iencr vonGott den Namen Jehova; er baut auf denInhalt des Prologs fort, und verdoppelt z. B.die dort angegebenen Besitzungen Hiobs u.s.w.Endlich gab er dem Ganzen die gehörige Voll,endung. Weil Hiob unschuldig zur Ehre Got-tes und der Menschen gelitten hatte, so war esbillig, daß er für seinen Heldenmuth belohntwurde: und im Epilog halt ihm auch Gott imHimmel eine Krone bereit.
Ich