Micha. 243
scineS Zeitalters wird durch den Gegenstand sek»„er Orakel, und durch die altere Sage unterDen Juden so stark bestätiget, daß sie sich nichtwohl bezweifeln laßt. Micha eifert gegen Ab-götterei und Unterdrükungen der Großen, diebeide Staten zerrütteten. Und wem ist unbe-kannt, daß der Götzendienst im Stat Israelseit seinem Ursprung nie ausgieng, und daß imReich Juda Iotham die Höhen nicht abschafte(2 Könige XV. z z); und unter Ahas der Gö-tzendienst die wahre Verehrung Iehova's fastgänzlich verschlungen hatte (2 Chron. XXVIII),und daß sich damals beide Skaten in solchenZerrüttungen befanden, von denen Unkerdrü-kungen und Tyrannei eine nothwendige Folgeseyn mußte? In: Reiche Israel z. B. schwangsich Pekah durch einen Königsmord auf denThron, und ward wieder von seinem Nachfol-ger HoseaS ermordet: und ein Stat, in demDer neue König immer der Mörder seines Vor-fahren ist, muß auch der Schauplatz von Ty-ranneien gegen einzelne Glieder desselben seyn.Auch konnte das andre Reich, in dem ein Ahasherrschte, nicht wohl von diesem Fehler frei seyn.Endlich gieng noch gegen das Ende des hebräi-schen Etats die Sage, daß Micha in diesenZeiten gebiühet habe. Nemlich, die Zeitge-»wssen des Propheten Jeremias führen ein Ora-kel desselben an, und setzen ihn dabei in dieZeiten des HifkiaS (Ierem. XXVI. »8): nicht,P 4 als