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3 (1783)
Seite
293
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Amos.

2<N

da sich endlich der Prophet selbst in seiner Redean den Priester Amazias (Kap. VII. 14) alseinen Mann von geringen Glüksumständenschildert: so wird es wenigstens wahrscheinlich,daß er der Sohn eines Hirten war, von demer nur das Eigenkhum einer kleinen Heerdeerbte. Noch ungewisser ist mir, ob er aus derFamilie Aschchur stammte, weil man sich dabeiauf 1 Chron. II. 24 berufen mußte, wo Asch-chur der Vater Thekoa's genannt wird, undsich außer dieser Familie auch andre Familienim Lauf der Zeit zu Thekoa könnten niedcrge-lassen haben.

Ein dürftiger Hirte war also AmoS; aberdeswegen doch kein Mann vom Auswurf desVolks. Zu seiner Zeit dauerte noch die alteSimplicitat der einförmigsten Rangordnung,die nur den König vom Sklaven, den Herrnvom Knecht unterscheidet; wo noch die verschie-denen Beschäftigungen eines Prinzen undSchäfers und Dichters in einer Person vereini-get waren. Dieser Stand gab den Gemäht-den und Vorstellungen des Propheten die schön-ste Mischung von Cultur und ländlicher Ein-salt. ä)

T z §.565.

«l) Diese Einfachheit der Stande, die im Homerüberall zu Grunde liegt, bat noch Wood in denneuern Zeiten unter den beduinischen Arabern be-merkt (Woods Originalgenie des Homer S-

202 ff.