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Fünfter Theil : Erster Band (1774) Von den Insecten : nebst zwey und zwanzig Kupfertafeln
Entstehung
Seite
438
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Heu»

schrecken

4Z8 FünfteCl. II.Ord mit halbenDeckschilden

und hernach in der Wüsten umkommen; sonst aberwird Asten ziemlich von ihnen verwüstet.

In China sichet man oft den Himmel bedeck?und die Luft durch die Züge der Heuschrecken verfinstert,wobey man zugleich ein trommelndes Getöse höret,welches von dem vereinigten Geräusche so vieler hun»dert tausend Paar Flügel hcrkommt. Eben dieses er-fahren die Tarcarn und die Cosackrn bis m dieUkraine herunter; ja Rußland mußte im Jahr1690. drey Heere von Heuschrecken aushalten, denndenn das eine zog nach Pohlen, das andere nachVolhynien, und das dritte nach Ungarn. Wodiese Lager hinkamen, da bedeckten sie das ErdreichZuweilen etliche Zoll hoch.

Im Jahr > §42 zeigte sich ein ähnliches in Un-garn, Deurfthland und Italien, desgleichen imJahr 1648- und als der König von SchwedenCarl XII. in Bejsaradlen war, kamen von derGegend des schwarzen Ulecres solche beträchtlicheZüge, die sich wie ein Sturmwind erhoben, undgleich einem Hagelwetter niedcrficlen, daß diemarchirende Völker und Reutercy nicht sehen nochfortkommen konnte.

Vermuthlich kommen viele Umstände zusammen,welche dergleichen außerordentliche Vermehrungender Heuschrecken verursachen; denn cs wird erstlicherfordert, daß die große Brut der Eycr nicht durcheinen Regen oder Kälte verdorben werde Wennsich dahcro frühzeitig warm und trockenes Wetter ein-stellet, so kriechen Millionen Eyer auf einmal aus;ist nun dieses in einer Gegend, wo viel Graß wächst,und cs überhaupt recht fruchtbar ist, so wird dieBrut bis zur vierten Verhäutung aufgezogen. Ent-stehen dann östliche Stürme, gerade wenn alles inher Gegend abgegraset ist, so suchen sie miteinanderjpolkentycise andere Gegenden auf; trist aber R»gen,