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Fünfter Theil : Erster Band (1774) Von den Insecten : nebst zwey und zwanzig Kupfertafeln
Entstehung
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L2 Einleitung

Cinlei- lauter Insecten leben müssen, so kann man dietung. Vorsehung nicht genug bewundern, welche durch ei»ne so reichliche Fortpflanzung der Insecten, diesenThieren hinlängliche Nahrung verschaft.

Der» Besonders merkwürdig ist es, daß alle Jnsec»wand ten ihre Eycr eben dahin legen, wo die auskriechen,lung. de Jungen sogleich das ihnen dienliche Futter fin,den, und sollte cs auch in und unter der Haut an-derer Thiere, wie dicHorsel, in der Haut der Renn,thiere, oder auch bey solchen, die vom Unflat leben,im Miste seyn. Diejenigen Eyer aber, die durch Näs,se oder Kälte verderben könnten, werden von be,sondern Arten der Insecten umsponnen, wie an denSpinnen und Nachtschmetterlingen zu sehen ist.

Wer aber erstaunet nicht bey Betrachtung derrarve. Verwandlung einiger Insecten, besonders deren,die geflügelt sind? Um jetzo nur der Schmetterlinge,Fliegen uud Kaser zu gedenken, so erscheinen sie beydem Hervorkommen aus den Eyern in einer ganz an-dern Gestalt, als diejenige ist, welche sie hernachbekommen. Sie sind nämlich zuerst nur Raupen,Würmer oder Maden, und in diesem Zustande wer-den sie nur Larven (I^urvu) des, was sie hernachwerden sollen, geuennet. Diese Larven sind nach ih-rer Art sehr unterschieden geringelt, mit und ohneFüße, mit einem harten oder auch weichen Kopfe,jedoch alle wehrlos. Die Anzahl der Füße dieserLarven üöertrift gemeiniglich jene, welche sie nach derVerwandlung führen, wiewohl diejenigen, welche ih-nen in der Verwandlung bleiben, nur allein hart sind,da die übrigen in gewissen weichen Warzen beste-hen, welche ihnen nur als Interims - Füße gegebensind, um mit ihren langen wurmförmigen Körperforczukommen. In diesem Zustande wachsen die Lar-ven stark und genießen viele Nahrung, manche legen

sodann