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189. Geschlecht. Karpfen. zZl
Es ist dieser Fisch durch ganz Europa bekannt, L-hält sich in Flüssen, Weihern und Teichen auf, und Bart«wird ordentlich gehegt, kam aber erst um das Jahr karpft.,600. nach Engelland, ist auch in Holland nichthäufig, als nur da, wo man ihn hegt; je weiter eraber nach Norden kommt, je mehr artet er aus, undwird von Jahr zu Jahr kleiner. Er hat ein sehrjähe- Leben, wird groß und alt. Man kann ihnin Kellern und Wasserkästen lange lebendig erhalten,und mit Semmeln, die in Milch geweicht sind, füt-tern. Daß man in Gräben um alte Schlösser hun-dertjährige findet, ist nicht» seltenes, denn man hatsie wohl von zwey bis dreyhundert Jahren gefunden.
Die größten, welche in Holland sind, wiegen zwan-zig Pfund, wenigstens fieng man noch vor etlichenJahren zwischen Leiden und Amsterdam einenKarpfen, welcher bis fünf Schuh lang war, undgegen achtzehn Pfund wog. Doch in Dcurscblandhat man noch schwerere gefunden, und im Wolga-strome hinter Easan, sollen sie jwey bis drey El-len lang werden.
Ihre Begattung, oder das Auswerfen des Ro« Begat»gcns geschieht an schlammigen Ufern, und man findet iung.auch Zwitter unter ihnen , die Milcher und Rognerzugleich sind. Wie stark sie sich aber wohl vermeh-ren könnten, wenn alle Eyer befruchtet und zurBrut erhalten würden, läßt sich aus folgender an-gestellten Berechnung schließen: ein Gran des Rogenhält ein und fiebcnzig bis zwey und siebenzig Eyer-chen. Aller Rogen wiegt in einen anderthalb Schuhlangen Karpfen zuweilen sechzehn bis sicbenzchn Loth,dies macht viertausend siebenhundert und zwey undfünfzig Gran, mithin zwischen die drey bis viermalhundert tausend Eyerchen. Löwenhocck hat in ei-nem Karpfen über zweymal hundert tausend, und ineinem Cabeljau einmal über neunmal hundert tausendEyerchen gezählt oder berechnet.
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