Druckschrift 
Vierter Theil (1774) Von den Fischen : nebst ellf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

146. Geschlecht. Seewolf. 55

flösse fünf und vierzig und in der Schwanzflosse acht-zehn. Die Farbe ist weißlich blau, mir hellschwar-zen Querbanden. Er wird zuweilen Alippfisch ge-trennt, und oft mit einer Art Stockfisch, die Lenggenennt wird, verwechselt, ist aber, gesalzen, einsehr herrliches und niedliches Essen. Sie haltensich in der lTlord - und Ostsee auf, und werdenhäufig an der Insel Heillgland und vor der Elbegefangen. Siche lab. II. r.

Die Zähne stehen in doppelten Reihen, wovondie'vordere Reihe die größten Zahne hat. Ausserdem liegt noch in dem untern Kiefer ein Bcinchenmit höckerigen Erhöhungen, dergleichen sich auch inder Kehle befinden. Bey Hiclnnd fieng man ein«mal einen Sccwolf, der sieben Schuh lang war;doch an der holländischen Küste sind sie insgemeinnur drcy bis vier Schuh lang. Daß sie guteZähne haben müssen , ist leicht zu erachten; ob aberdie sogenannten Lukomtes oder Krötenstcinc, dieVersteinerungen von den Zähnen dieses Fisches seyn,sichet noch dahin. Die Abbildung ist von einemausgestopftcn Originale genommen, und der Fischist sonst bekannt, da er häufig gefangen, eingesalzcnund verschickt wird. Welcher Fang nur zu gewissenZeiten kann vorgenommcn werden, wenn er nämlichaus den Tiefen zur Oberfläche des Wasser steigt, undsich aus dem Meere nach dem Strande, oder in dieMündungen großer Flüße begiebt.