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Vierter Theil (1774) Von den Fischen : nebst ellf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
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Gestalt.

Fang.

Z4 Vierte CM. k. Ordnung. Kahlbauche.

Rücken mit einer scharfen Nach, oder plattgedruck-tem Saume hinaus, und ist ziemlich runzlich, obgleichsonsten plärr nnd schlüpfrig.

Sonst haben die Murenen einen weiten, dochspitzigen Mund, und viele kleine Zähnchcn. ImGaumen aber sitzen noch zwey bewegliche lange Zäh.ne wie bcy den Nattern; ob sie aber deswegen etwasgiftiges an sich haben, wollen wir nicht behaupten:soviel aber ist gewiß, daß sie gerne beißen, und ihrBiß erregt eine Entzündung. Die Augen sind klein,mit einer dünnen durchsichtigen Haut bedeckt, und ingelbe Ringe eingefaßt, wie denn auch der ganze Fischöfters einen gelben Kupferglanz hat; am Ende desMauls befinden sich zwey köcherförmige Fortsätze,desgleichen auch oberhalb den Augen, davon wil-loughbey die erste für Nasenlöcher, die andere fürWerkzeuge des Gehörs hält, indem sie in den Wei»Hern durch Pfeifen herbeygelockt werden, denn dieItaliener fangen sie aus der See, und setzen sic so-dann in süße Weiher, worinnen sie außerordentlichfett werden, welches um so mehr zu verwundern ist,da sic eigentlich nur in salzigen Meerwaßern m Hau-se sind, und niemalen von selbsten die Flüße hinansteigen.

Ihr eigentlicher Aufenthalt ist zwischen denKlippen des Meeres, da sie in Ritzen und Löchernwohnen. Um sie also zu fangen, wird von den See.kicscln am Strande ein Graben eingefaßt, der bis indas Wasser geht, und in selbigen Blut geworfen,und Krebse an den Hamen gesteckt, worauf sie sichalsobald in den Graben einsinden und anbeißen. Die-jenigen, die angebißcn haben, ziehet man hinauf aufden trockenen Strand, man muß sich aber hüten,daß sic nicht mit ihrem Schwänze, (worinnen ihregrößte Stärke besteht,) in eine Ritze oder Lochder Klippen kommen, denn sie halten sich daselbst so

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